DIHK: Zahl der Firmengründungen 2025 deutlich gestiegen

5. August 2026
1 min Lesezeit

Wirtschaft in : Gründungsinteresse steigt

Berlin () – Der Anteil der Gründungsinteressierten, die vor allem mangels Erwerbsalternativen eine eigene Firma gründen wollen, liegt mit 36 Prozent auf dem höchsten Stand seit elf Jahren. Das geht aus dem noch unveröffentlichten Report Unternehmensgründung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) hervor, über den die „Rheinische Post“ (Mittwochausgabe) berichtet.

Demnach nahm die Zahl der Firmengründungen 2025 gegenüber dem Vorjahr deutlich um mehr als 20.000 auf gut 171.000 zu. Zwischen 2010 und 2020 lagen die Zahlen allerdings spürbar darüber – um durchschnittlich etwa 100.000 Gründungen.

Grundlage des Berichts sind Erfahrungsberichte der rund 350 IHK-Existenzgründungsberater aus den 79 Industrie- und Handelskammern (IHKs) sowie eine Auswertung zum IHK-Gründungsservice. Dem Report liegen auch Einschätzungen der IHK-Gründungsberater zugrunde.

Die Befragung der Experten fand im Frühjahr 2026 statt. Insgesamt fußt der DIHK-Report auf rund 200.000 Kontakten mit angehenden Unternehmern aus Einstiegsgesprächen, Beratungen, Gründungsveranstaltungen und Gründertagen.

„In den Beratungsgesprächen spielt immer häufiger nicht nur der Wunsch nach unternehmerischer Selbstständigkeit eine Rolle, sondern auch die Sorge um die eigene berufliche Zukunft. Das ist ein zentrales Ergebnis des DIHK-Reports Unternehmensgründung 2026“, erklärte die DIHK.

Gleichzeitig beobachteten IHK-Berater bei einem wachsenden Teil der vorgelegten Geschäftskonzepte Defizite, insbesondere bei Finanzierung und kaufmännischer Planung. Häufig seien komplizierte bürokratische Regeln und das Steuerrecht die Hürden. 73 Prozent der Gründer wünschten sich einfachere Regeln, so der Gründungsreport. Das Thema liegt mit Abstand auf Platz eins. Auf Platz zwei folgt ein einfacheres Steuerrecht, das sich 61 Prozent wünschen.

„Unser Report zeigt zwar ein steigendes Gründungsinteresse, aber keinen breiten unternehmerischen Aufbruch. Das passt leider zur weitgehend stagnierenden Wirtschaftsentwicklung“, sagte DIHK-Präsident Peter Adrian. Fast vier von zehn Interessierten wollten in erster Linie gründen, weil sie angesichts der wirtschaftlichen Lage und der Transformation in vielen Branchen um ihren Arbeitsplatz fürchteten. Die Gründung sei daher oft „eher eine Ausweichstrategie als der feste Wunsch, als Unternehmerin oder Unternehmer neue Marktchancen zu erschließen“, bemängelte er.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Haus der Deutschen Wirtschaft (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

DIHK: Zahl der Firmengründungen 2025 deutlich gestiegen

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Der DIHK-Report Unternehmensgründung 2026 zeigt, dass 36 Prozent der Gründungsinteressierten vor allem wegen fehlender Erwerbsalternativen gründen wollen; das ist der höchste Stand seit elf Jahren
  • 2025 stiegen die Firmengründungen gegenüber dem Vorjahr deutlich um mehr als 20.000 auf rund 171.000
  • Gleichzeitig werden bei immer mehr Geschäftskonzepten Defizite bei Finanzierung und kaufmännischer Planung sowie Hürden durch Bürokratie und Steuerrecht festgestellt

Warum ist das wichtig?

  • Zeigt steigendes Gründungsinteresse wegen fehlender Erwerbsalternativen und zunehmender Sorge um die berufliche Zukunft
  • Macht deutlich, dass häufig Finanzierung, kaufmännische Planung sowie komplizierte Bürokratie und Steuerrecht als Hürden gelten und daher mehr einfache Regeln gewünscht werden
  • Liefert Hinweise, dass die Gründung teils als Ausweichstrategie statt als unternehmerischer Aufbruch gesehen wird, was die wirtschaftliche Entwicklung widerspiegelt

Wer ist betroffen?

  • Gründungsinteressierte, die mangels Erwerbsalternativen eine eigene Firma gründen wollen
  • Personen, die sich wegen der wirtschaftlichen Lage und der Transformation in ihren Branchen um ihren Arbeitsplatz fürchten
  • Gründer mit Defiziten in Finanzierung und kaufmännischer Planung sowie mit komplizierten bürokratischen Regeln und Steuerrecht als Hürden

Zahlen/Fakten?

  • 36 Prozent Gründungsinteressierte wegen fehlender Erwerbsalternativen, höchster Stand seit elf Jahren
  • 2025 Firmengründungen: deutlich über 20.000 weniger als im Vorjahr, gut 171.000 insgesamt
  • 73 Prozent wünschen sich einfachere Regeln, 61 Prozent einfacheres Steuerrecht

Wie geht’s weiter?

  • Der Anteil der Gründungsinteressierten, die vor allem mangels Erwerbsalternativen gründen wollen, liegt bei 36 Prozent (höchster Stand seit elf Jahren)
  • Die Zahl der Firmengründungen 2025 steigt deutlich auf gut 171.000, während in den Geschäftskonzepten besonders Defizite bei Finanzierung und kaufmännischer Planung auffallen
  • Viele Gründer wünschen sich einfachere bürokratische Regeln und ein einfacheres Steuerrecht, und das Gründungsinteresse ist laut DIHK eher eine Ausweichstrategie wegen Arbeitsplatzsorgen als ein breiter unternehmerischer Aufbruch
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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