Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Dax startet negativ in Frankfurt
Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Dienstag negativ in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.045 Punkten berechnet, 0,2 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.
„Der Dax lässt weiterhin Dynamik in beide Richtungen vermissen“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets.
„Die Anleger bekommen in dieser Woche etwas Ablenkung vom Hauptthema Iran durch die Notenbanksitzungen und den Höhepunkt in der Berichtssaison zum ersten Quartal. Heute hat die Bank of Japan bereits ihre Ratssitzung abgehalten, dabei den Leitzins zwar unverändert gelassen, aber darauf hingewiesen, dass sie die Inflationsdynamik genau im Auge behalten werde. Das führte in einer ersten Marktreaktion zu Gewinnmitnahmen und ließ den Nikkei im Minus schließen.“
„Ein ähnliches Bild könnte sich bei den Sitzungen der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank abzeichnen. In puncto Inflation wird derzeit nur auf Sicht geflogen. Die Rohölpreise steigen indes weiter an. Für zusätzliche Dynamik dürfte die Berichtssaison sorgen, die morgen ihren Höhepunkt erreichen und sowohl in den USA als auch in Europa für Schwung in vielen Branchen sorgen wird. Nicht vernachlässigt werden sollte zudem, dass diese Handelswoche in vielen Ländern durch den anstehenden Feiertag am Freitag verkürzt ist. Dadurch wird eher risikoavers gehandelt und die Positionen vor dem langen Wochenende klein gehalten.“
„Heute steht auf der ausgedünnten Tagesagenda das US-Verbrauchervertrauen des Conference Boards, was für interessante Einblicke in das Konsumverhalten in den USA sorgen könnte. Von den Unternehmen gibt es heute ebenfalls einige interessante Quartalsberichte, unter anderem von Airbus, Starbucks und T-Mobile US“, so Lipkow.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmorgen schwächer: Ein Euro kostete 1,1697 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8549 Euro zu haben.
Der Goldpreis ließ deutlich nach, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.634 US-Dollar gezahlt (-1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 127,37 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 111,50 US-Dollar, das waren 3,0 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Frankfurter Börse |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Dax startet negativ mit 24.045 Punkten, 0,2 Prozent unter Vortagesschluss.
- Bank of Japan hält Leitzins unverändert und beobachtet Inflation, was zu Gewinnmitnahmen führt.
- Rohölpreise steigen weiter, Berichtssaison erreicht Höhepunkt.
Warum ist das wichtig?
- Marktanalysen und Zinssitzungen beeinflussen die Handelsdynamik.
- Berichtssaison sorgt für erhöhte Volatilität in den Märkten.
- Risikoaverses Handeln vor Feiertagswochenende könnte die Handelsaktivitäten dämpfen.
Wer ist betroffen?
- Anleger
- Unternehmen (z.B. Airbus, Starbucks, T-Mobile US)
- Verbraucher (in den USA)
Zahlen/Fakten?
- Dax bei ca. 24.045 Punkten (-0,2 %)
- Euro kostet 1,1697 US-Dollar
- Ölpreis für Brent: 111,50 US-Dollar (+3,0 %)
Wie geht’s weiter?
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