Wirtschaft: DAX-Kursanstieg in Frankfurt
Frankfurt/Main () – Zum Wochenstart hat der Dax kräftig zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss stand der Index bei 25.361 Punkten und damit 1,0 Prozent höher als am Freitagnachmittag. Das Handelsvolumen war dabei allerdings stark ausgedünnt.
„Die Energiepreise bleiben die bestimmenden Einflussfaktoren und umklammern das Thema von zwei Seiten“, sagte Andreas Lipkow von CMC Markets am Nachmittag. Zum einen als direkter Effekt durch die Inflationsentwicklungen und die Auswirkungen auf die zukünftigen zins- und geldmarktpolitischen Aktionen der Notenbanken und zum anderen über das ebenfalls direkt damit verbundene Konsumverhalten, was direkt auf die Entwicklung der Unternehmensgewinne einzahlt.
Der heutige Ifo-Geschäftsklimaindex war mit 86,6 leicht über den erwarteten 86 Punkten und setzte damit die Reihe an positiven Wirtschaftsdaten fort.
Aktien von SAP wurden heute weiter gekauft, offenbar weil sich die Investoren in den vergangenen Monaten zu pessimistisch beim Softwarekonzern positioniert hatten und durch die jüngsten Quartalszahlen eines Besseren belehrt wurden. Mit einem Plus von 7,5 Prozent war die Aktie kurz vor Xetra-Schluss unangefochtener Spitzenreiter. Dahinter folgten Scout24 und Zalando, die zu diesem Zeitpunkt um die fünf Prozent zulegten.
Hochtief hat am Montag Quartalszahlen vorgelegt und kann ein weiterhin hohes Bauvolumen, speziell bei den Rechenzentrumsaktivitäten, vorweisen. Anleger blieben trotz der guten Nachrichten auf der Verkäuferseite und schoben die Aktie ans Dax-Ende, auch die Energieversorger Eon und RWE und Infineon wurden abverkauft, alle vier pendelten kurz vor Handelsende um ein Minus von zwei Prozent.
In den USA liefen die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter mit einem Plus von lediglich 0,3 Prozent unter den Erwartungen von 1,6 Prozent über die Ticker. „Aktuell zahlen schwache US-Konjunkturdaten auf eine gemäßigte Zinspolitik der US-Notenbank ein und reduzieren so die Zinsangst“, kommentierte Lipkow die Lage in Übersee.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1372 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8794 Euro zu haben.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Anzeigetafel in der Frankfurter Börse |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Der Dax stieg zum Xetra-Handelsschluss um 1,0 Prozent auf 25.361 Punkte, allerdings bei stark ausgedünntem Handelsvolumen
- Energiepreise und Inflation beeinflussten die Märkte maßgeblich; der Ifo-Geschäftsklimaindex lag mit 86,6 leicht über den Erwartungen
- SAP legte um 7,5 Prozent zu, während Hochtief sowie Energieversorger und Infineon mit jeweils rund zwei Prozent im Minus blieben
Warum ist das wichtig?
- Energiepreise beeinflussen sowohl Inflation als auch das Konsumverhalten und damit direkt die Unternehmensgewinne
- Ifo-Geschäftsklimaindex liegt leicht über den Erwartungen und stützt damit die positiven Wirtschaftserwartungen
- In den USA dämpfen schwache Konjunkturdaten die Zinsangst, was die Bewertung an den Märkten begünstigen kann
Wer ist betroffen?
- Investoren bei SAP
- Anleger bei Hochtief
- Aktienkäufer bzw. Marktteilnehmer bei Eon, RWE und Infineon
Zahlen/Fakten?
- 25.361 Punkte im Dax zum Xetra-Handelsschluss; +1,0 Prozent
- Ifo-Geschäftsklimaindex: 86,6; erwartet 86
- Euro: 1,1372 US-Dollar; 1 US-Dollar: 0,8794 Euro
Wie geht’s weiter?
- Energiepreise bleiben bestimmender Einflussfaktor auf Inflation, Zinserwartungen und Konsumverhalten und damit auf Unternehmensgewinne
- Dax setzt positiven Wirtschaftsdaten-Fortgang fort, während Anleger auf Quartalszahlen und Positionierung reagieren, besonders bei SAP
- Schwache US-Konjunkturdaten sprechen für eine gemäßigtere Zinspolitik, was die Zinsangst reduziert
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