Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Infrastrukturprojekte in Deutschland: Herausforderungen und Kosten
Bonn () – Der Bundesrechnungshof warnt vor einer teuren Zwischenlösung für die neue Bahnverbindung von Deutschland nach Dänemark. Der Trassenabschnitt zwischen dem deutschen Festland und der Insel Fehmarn soll laut Plan eigentlich durch einen Tunnel führen.
Weil sich dessen Bau verzögert, erwägt die Deutsche Bahn, die alte Bahntrasse auf der Fehmarnsundbrücke für mehr als 60 Millionen Euro zu elektrifizieren. Davon halten die Rechnungsprüfer nichts. Die Kosten seien „erheblich und steigen weiter“, heißt es in einem vertraulichen Bericht, aus dem der „Spiegel“ berichtet. Es bestünden Zweifel, dass solch eine Zwischenlösung den „Belastungen des künftigen Schienenverkehrs gewachsen“ sei.
Der deutsche Gleiszubringer könnte laut Bericht erst 2032 statt 2029 fertig und mit 10,7 Milliarden Euro deutlich teurer werden als die veranschlagten 8,05 Milliarden Euro. Ein Bahnsprecher sagte, es gebe noch keinen neuen Terminplan und daher auch noch keine Klarheit über die Kosten und ein Einbeziehen der Brücke. Güterzüge sollten dort nicht rollen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundesrechnungshof (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bundesrechnungshof warnt vor teurer Zwischenlösung für neue Bahnverbindung nach Dänemark.
- Deutsche Bahn erwägt Elektrifizierung alter Bahntrasse auf Fehmarnsundbrücke für über 60 Millionen Euro.
- Fertigstellung des Gleiszubringers könnte erst 2032 erfolgen und Kosten stark ansteigen.
Warum ist das wichtig?
- Warnung vor hohen Kosten der Zwischenlösung
- Zweifel an der Belastbarkeit der alten Trasse für zukünftigen Schienenverkehr
- Verzögerungen und Kostenerhöhungen bei der Fertigstellung der Bahnverbindung
Wer ist betroffen?
- Deutsche Bahn
- Bundesrechnungshof
- zukünftige Nutzer der Bahnverbindung
Zahlen/Fakten?
- Mehr als 60 Millionen Euro für die Elektrifizierung der alten Bahntrasse
- Fertigstellung des deutschen Gleiszubringers erst 2032 statt 2029
- Kostensteigerung von 8,05 Milliarden Euro auf 10,7 Milliarden Euro
Wie geht’s weiter?
- Möglichkeit einer teuren Zwischenlösung abwägen
- Klärung des neuen Terminplans bis 2032
- Überprüfung der Kosten und der Nutzung der Fehmarnsundbrücke
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