Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Bau- und Abbruchabfälle in Deutschland
Wiesbaden () – Im Jahr 2024 sind in Deutschland knapp 76 Millionen Tonnen Bau- und Abbruchabfälle von Bauschuttaufbereitungs- und Asphaltmischanlagen angenommen worden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte, ist das ein Rückgang um 13,2 Prozent beziehungsweise 11,6 Millionen Tonnen im Vergleich zum vorherigen Erhebungsjahr 2022.
Der Großteil der angenommenen Abfälle zählte zum Bauschutt (Beton, Ziegel, Fliesen und Keramik). Dieser machte 48,0 Prozent (36,4 Millionen Tonnen) am gesamten Aufkommen aus. Auch hier ist ein Rückgang zum Berichtsjahr 2022 um 19,3 Prozent bzw. 8,7 Millionen Tonnen zu verzeichnen. Bei 21,0 Prozent der Abfälle (15,9 Millionen Tonnen) handelte es sich um Straßenaufbruch (Bitumengemische, Kohlenteer und teerhaltige Produkte) und bei 16,7 Prozent (12,6 Millionen Tonnen) um Bodenaushub (Boden, Steine und Baggergut, worunter auch Gleisschotter fällt).
81,6 Prozent der Bau- und Abbruchabfälle (61,9 Millionen Tonnen) wurden in sogenannten Bauschuttaufbereitungsanlagen aufbereitet. Die restlichen 18,4 Prozent (13,9 Millionen Tonnen) wurden in Asphaltmischanlagen verwertet. In Bauschuttaufbereitungsanlagen werden mineralische Bauabfälle wie z. B. Beton, Ziegel sowie Keramik durch unterschiedliche Verfahren aufbereitet, um diese anschließend beispielsweise als Recycling-Baustoff einsetzen zu können. Hier werden auch Bauabfälle vorbehandelt, die anschließend zur Aufbereitung in Asphaltmischanlagen eingesetzt werden.
Im Jahr 2024 wurden 9,7 Millionen Tonnen solcher vorbereiteter Bauabfälle in Asphaltmischanlagen verwertet. In dieser Anlagenart werden verschiedene Materialien wie Sand, Kies, Bitumen und gegebenenfalls Zusatzstoffe miteinander kombiniert, um Asphaltmischungen mit den gewünschten Eigenschaften zu produzieren. Diese Mischungen werden dann auf Baustellen eingesetzt, um Straßen, Gehwege oder andere Asphaltflächen zu bauen oder zu reparieren.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bauschutt (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- 2024 wurden in Deutschland knapp 76 Millionen Tonnen Bau- und Abbruchabfälle angenommen, ein Rückgang um 13,2 Prozent im Vergleich zu 2022.
- Der Großteil der Abfälle stammt aus Bauschutt, der 48 Prozent des Gesamtaufkommens ausmachte.
- 81,6 Prozent der Abfälle wurden in Bauschuttaufbereitungsanlagen aufbereitet, 9,7 Millionen Tonnen in Asphaltmischanlagen verwertet.
Warum ist das wichtig?
- Rückgang der Bau- und Abbruchabfälle zeigt Effizienzsteigerung im Recyclingprozess
- Hoher Anteil an Aufbereitung in speziellen Anlagen fördert nachhaltige Ressourcennutzung
- Vorbereitung von Bauabfällen unterstützt kreislaufwirtschaftliche Ansätze in der Bauindustrie
Wer ist betroffen?
- Bau- und Abbruchabfall-Anlagen
- Betreiber von Bauschuttaufbereitungs- und Asphaltmischanlagen
- Verantwortliche für Bau- und Abbruchprojekte
Zahlen/Fakten?
- 76 Millionen Tonnen Bau- und Abbruchabfälle in 2024
- Rückgang um 13,2 Prozent (11,6 Millionen Tonnen) im Vergleich zu 2022
- 81,6 Prozent (61,9 Millionen Tonnen) der Abfälle wurden in Bauschuttaufbereitungsanlagen aufbereitet
Wie geht’s weiter?
- Rückgang der angenommenen Bau- und Abbruchabfälle im Jahr 2024 analysieren
- Weitere Verbesserung der Aufbereitung in Bauschuttaufbereitungsanlagen anstreben
- Entwicklung neuer Recyclingverfahren für eine effizientere Nutzung der Abfälle fördern
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