Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaftliche Herausforderungen im Bundesschutzwesen
Berlin () – Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte, hat das Bundesverteidigungsministerium nach dem Bekanntwerden des Skandals um Sexismus im Fallschirmjägerregiment 26 von Zweibrücken (Rheinland-Pfalz) aufgefordert, schnell die angekündigte Dunkelfeldstudie zu Sexismus in der Bundeswehr umzusetzen und vorzulegen.
„Wir brauchen weiterhin eine Truppe, in der alle Soldatinnen und Soldaten mit Respekt, Würde und Sicherheit ihren Dienst leisten können“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland„. „Das ist nicht nur eine Frage von Recht und Ordnung – es ist eine Frage der Haltung.“ Betroffene müssten darauf vertrauen können, dass sie nicht allein gelassen und stigmatisiert würden. Jeder Vorfall sexualisierten Fehlverhaltens müsse gemeldet, aufgeklärt und konsequent geahndet werden.
Otte sagte weiter: „Trotz der gestiegenen Zahl gemeldeter Vorfälle von Verstößen gegen die sexuelle Selbstbestimmung – die auch auf eine erhöhte Sensibilität und größere Transparenz innerhalb der Truppe zurückzuführen ist – ist weiterhin von einer Dunkelziffer auszugehen.“ Er forderte, dass die Dunkelfeldstudie, die bereits vor mehr als einem Jahr von seiner Vorgängerin Eva Högl empfohlen und anschließend vom Ministerium angekündigt worden sei, auch zeitnah umgesetzt und vorgelegt werde. „Eine belastbare Analyse ist unerlässlich, um gezielte und wirksame Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen entwickeln zu können.“
Das Verteidigungsministerium hatte das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr nach Högls Empfehlung im Jahr 2024 mit einer wissenschaftlichen Dunkelfelduntersuchung zu Ursachen, Ausmaß und Folgen von sexualisiertem Fehlverhalten in der Bundeswehr beauftragt. Bisher liegt nach RND-Informationen aber lediglich eine Projektskizze vor. Die Befragungen sollen erst in diesem Jahr beginnen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Henning Otte am 16.01.2026 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Henning Otte fordert Bundesverteidigungsministerium zur schnellen Umsetzung einer Dunkelfeldstudie zu Sexismus in der Bundeswehr auf.
- Es gibt eine hohe Dunkelziffer an Vorfällen sexualisierten Fehlverhaltens trotz gestiegener Meldungen.
- Bisher liegt lediglich eine Projektskizze vor; Befragungen sollen erst in diesem Jahr beginnen.
Warum ist das wichtig?
- Umsetzung der Dunkelfeldstudie notwendig für umfassendes Verständnis von Sexismus in der Bundeswehr
- Gewährleistung von Respekt, Würde und Sicherheit für alle Soldatinnen und Soldaten
- Erforderlichkeit von Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen durch belastbare Analyse
Wer ist betroffen?
- Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr
- Betroffene von sexualisiertem Fehlverhalten
- Bundesverteidigungsministerium
Zahlen/Fakten?
- Dunkelfeldstudie zu Sexismus in der Bundeswehr seit über einem Jahr angekündigt
- Steigende Zahl gemeldeter Vorfälle von Verstößen gegen die sexuelle Selbstbestimmung
- Befragungen zur Dunkelfelduntersuchung beginnen erst in diesem Jahr
Wie geht’s weiter?
- Umsetzung und Vorlage der Dunkelfeldstudie zu Sexismus in der Bundeswehr fordern
- Betroffene müssen Vertrauen haben, dass Vorfälle gemeldet und geahndet werden
- Beginn der Befragungen für die Dunkelfelduntersuchung ist in diesem Jahr geplant
