Studie vorgestellt: Heilmittelkosten steigen weiter rasant

9. Juni 2026
1 min Lesezeit

Studie vorgestellt: Heilmittelkosten steigen weiter rasant

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesundheitssystem und Heilmitteltherapien in Deutschland

() – Die Ausgaben für Heilmitteltherapien in sind in den letzten Jahren stark gestiegen, während die Qualität der Versorgung unklar bleibt. Das geht aus dem Heilmittel-Report 2026 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervor, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde.

Im Jahr 2024 gaben die gesetzlichen Krankenkassen demnach knapp 13,3 Milliarden Euro für Heilmitteltherapien aus, was einer Verdopplung der Ausgaben innerhalb von zehn Jahren entspricht. Ende 2025 lagen die Ausgaben bereits bei 14,7 Milliarden Euro. Besonders die Einführung der Blankoverordnung im Jahr 2024 habe zu einem Anstieg der Kosten geführt, ohne dass der Nutzen für die Patienten bisher klar sei, so das Institut.

Ein Großteil der Ausgaben entfiel auf Physiotherapien, die 69,7 Prozent des Heilmittel-Umsatzes der gesetzlichen Krankenversicherung ausmachten. Die Zahl der Verordnungen für langfristigen Heilmittelbedarf hat sich seit 2017 fast verfünffacht. Auch der besondere Versorgungsbedarf für schwerwiegende oder langfristige Erkrankungen stieg deutlich an. Die Kosten für diese Verordnungsformen summierten sich im Jahr 2025 auf insgesamt 2,6 Milliarden Euro, was 50 Prozent der Heilmittelkosten der AOK ausmachte.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Heilmittel-Report 2026 am 09.06.2026

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Ausgaben für Heilmitteltherapien in Deutschland sind stark gestiegen.
  • Gesetzliche Krankenkassen gaben 2024 knapp 13,3 Milliarden Euro aus, 2025 bereits 14,7 Milliarden Euro.
  • Kostenanstieg durch Einführung der Blankoverordnung, Nutzen für Patienten unklar.

Warum ist das wichtig?

  • Anstieg der Ausgaben für Heilmitteltherapien beeinflusst die Finanzlage der Krankenkassen
  • Unklare Qualität der Versorgung wirft Fragen zur Effizienz auf
  • Zunehmender Bedarf an Physiotherapien zeigt veränderte Gesundheitsanforderungen

Wer ist betroffen?

  • gesetzliche Krankenkassen
  • Patienten mit schwerwiegenden oder langfristigen Erkrankungen
  • Physiotherapie-Nutzer

Zahlen/Fakten?

  • 13,3 Milliarden Euro Ausgaben für Heilmitteltherapien in 2024
  • 14,7 Milliarden Euro Ausgaben Ende 2025
  • 69,7 Prozent des Heilmittel-Umsatzes entfiel auf Physiotherapien

Wie geht’s weiter?

  • Fortdauernde Untersuchung der Versorgungsqualität erforderlich
  • Anpassungen der Richtlinien für Heilmitteltherapien prüfen
  • Analyse der Kosten-Nutzen-Relation der Blankoverordnung durchführen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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