Studie: Tempo 30 in Ortschaften könnte Fußgängerleben retten

23. April 2026
1 min Lesezeit

Studie: Tempo 30 in Ortschaften könnte Fußgängerleben retten

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Verkehrssicherheit in Münster: Tempo-30-Initiative

Münster () – Viele der 406 im Jahr 2025 bei Verkehrsunfällen getöteten Fußgänger könnten laut einer aktuellen Studie noch leben, wenn in innerhalb geschlossener Ortschaften eine Regelgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde gelten würde.

Wie die Untersuchung der Björn-Steiger-Stiftung ergab, kam der sogenannte Überschreiten-Unfall, bei dem es zu Kollisionen beim Überqueren der Fahrbahn außerhalb von Kreuzungen kommt, im Erhebungszeitraum besonders häufig vor. Bei diesem Unfalltyp spielt laut dem Leiter der Unfallforschung der Stiftung, Siegfried Brockmann, die Geschwindigkeit der Fahrzeuge eine wesentliche Rolle.

Ein Viertel dieser Unfälle ereignete sich an Fußgängerüberwegen, wobei in rund einem Drittel der Fälle sicherheitsrelevante Mängel festgestellt wurden. „Solche Anlagen vermitteln eine Scheinsicherheit und sind inakzeptabel“, so Brockmann. Sie müsste entweder regelgerecht gestaltet oder entfernt werden.

Die Studie zeigt zudem, dass sich schwere Unfälle häufig auf Kinder und Senioren konzentrierten. Während Senioren oft übersehen wurden, liefen Kinder häufig hinter Sichthindernissen hervor oder rannten unvermittelt auf die Fahrbahn. Regelkonforme Querungshilfen müssten daher vermehrt an Stellen mit stärkerem Fußgängerverkehr errichtet werden. Brockmann wies darauf hin, dass viele Unfälle durch richtiges Verhalten vermieden werden könnten. Eine Sensibilisierung von Kraftfahrern hinsichtlich der Gefahren nicht angepasster Geschwindigkeit sei dringend erforderlich.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Tempo-30-Schild (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Viele Fußgänger könnten leben, wenn Tempo 30 in geschlossenen Ortschaften gelten würde.
  • Häufige Unfälle beim Überqueren der Fahrbahn, besonders an Fußgängerüberwegen.
  • Schwere Unfälle betreffen oft Kinder und Senioren.

Warum ist das wichtig?

  • Reduzierung der Verkehrstoten, insbesondere Fußgänger
  • Senkung der Unfallhäufigkeit durch angepasste Geschwindigkeitsregeln
  • Verbesserung der Verkehrssicherheit durch bessere Fußgängerüberwege

Wer ist betroffen?

  • Fußgänger
  • Kinder
  • Senioren

Zahlen/Fakten?

  • 406 getötete Fußgänger in 2025
  • 25% der Unfälle an Fußgängerüberwegen
  • Häufigste Opfergruppe: Kinder und Senioren

Wie geht’s weiter?

  • Einführung einer Regelgeschwindigkeit von 30 km/h in geschlossenen Ortschaften prüfen
  • Regelkonforme Querungshilfen an stärker frequentierten Stellen installieren
  • Sensibilisierung der Autofahrer für Geschwindigkeitsrisiken verstärken
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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