Studie: Schnelle Entscheidungen bei komplexen Problemen besser

11. Mai 2026
1 min Lesezeit

Studie: Schnelle Entscheidungen bei komplexen Problemen besser

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Forschung zu Entscheidungsfindung im Schach

() – Eine neue Studie zeigt, dass bei komplexen strategischen Entscheidungen eine kürzere Überlegensdauer mit einer höheren Qualität der Entscheidung einhergeht. Das hat ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) herausgefunden. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht.

Die Wissenschaftler analysierten für ihre Untersuchung 215.000 Schachzüge aus 3.600 Turnierpartien professioneller Spieler. Sie maßen die Zeit, die die Spieler für ihre Entscheidungen benötigten, und verglichen die Ergebnisse mit den Benchmarks von Schachcomputern, um die Qualität objektiv zu bestimmen. Dabei zeigte sich, dass schnellere Entscheidungen mit höherer Entscheidungsqualität verbunden waren, selbst wenn die rechnerische Komplexität der Züge und der Zeitdruck berücksichtigt wurden.

Ob eine Person lange nachdenkt, spiegelt laut den Forschern eher wider, dass eine Entscheidung subjektiv als schwierig empfunden wird. Wer länger grüble, treffe offenbar schlechtere Entscheidungen, wenn die objektiv messbare Schwierigkeit konstant gehalten werde. Eine kürzere Entscheidungsdauer könne dagegen auf eine starke Intuition hinweisen. Die Forscher halten es für möglich, dass das Ergebnis auch auf andere komplexe Entscheidungssituationen außerhalb des Schachspiels übertragbar ist.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Schach (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Neue Studie zeigt Verbindung zwischen kurzer Überlegensdauer und höherer Entscheidungsqualität bei Schachzügen.
  • Analyse von 215.000 Schachzügen aus 3.600 Turnierpartien zeigt, dass schnellere Entscheidungen oft besser sind.
  • Forscher vermuten Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere komplexe Entscheidungssituationen.

Warum ist das wichtig?

  • Schnellere Entscheidungen führen zu besserer Entscheidungsqualität.
  • Längeres Nachdenken kann auf subjektiv empfundene Schwierigkeit hinweisen und die Entscheidungsqualität mindern.
  • Ergebnisse könnten auch auf andere komplexe Entscheidungssituationen übertragbar sein.

Wer ist betroffen?

  • professionelle Schachspieler
  • internationales Forschungsteam
  • Personen, die komplexe Entscheidungen treffen

Zahlen/Fakten?

  • 215.000 analysierte Schachzüge
  • 3.600 Turnierpartien professioneller Spieler
  • Veröffentlichung in der Fachzeitschrift PNAS

Wie geht’s weiter?

  • Weitere Forschung zu intuitiven Entscheidungen in anderen Bereichen anstreben
  • Anwendungen der Ergebnisse in Entscheidungsfindungstrainings prüfen
  • Disziplinübergreifende Studien zur Entscheidungsdauer und -qualität initiieren
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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