Strahlenschutzbehörde wappnet sich für kriegsbedingte Risiken

22. April 2026
1 min Lesezeit

Strahlenschutzbehörde wappnet sich für kriegsbedingte Risiken

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Strahlenschutz und Krisenvorbereitung in Deutschland

() – Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bereitet sich aktuell auch auf kriegsbedingte Risikoszenarien vor. „Unser Fokus hat sich verändert“, sagte BfS-Präsidentin Inge Paulini der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). „Durch den Atomausstieg sind klassische Risiken hierzulande kleiner geworden, gleichzeitig sind neue hinzugekommen.“

Früher sei es „unvorstellbar gewesen, dass Kernkraftwerke und kerntechnische Anlagen in Kriegen zu Kampfzonen oder Angriffszielen werden“, so Paulini. „In der ist das geschehen. Auch beim Krieg im Nahen Osten geraten Kraftwerke ins Visier.“

Die Mitarbeiter des BfS überprüften laufend die Daten verschiedener Messeinrichtungen für Radioaktivität in der Ukraine und aus Nachbarländern, erklärte die Präsidentin des Bundesamts. „Sie rechnen mit Unterstützung des Deutschen Wetterdienstes aus, ob im Fall einer Freisetzung die Luftmassen aus der Ukraine überhaupt zu uns kommen würden und wie lange das dauern würde. Für den Nahen Osten gilt Ähnliches. Aber dort ist wegen der Entfernung nicht zu erwarten, dass bei uns Schutzmaßnahmen notwendig werden“, so Paulini.

Gleichzeitig sei 40 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 besser für den Notfall gerüstet. „Heute haben wir klare Regeln und zentrale Stellen, die im Bund zuständig sind. Wir arbeiten auch mit Nachbarstaaten zusammen. Es gibt das Radiologische Lagezentrum des Bundes, also einen zentralen Krisenstab, der im Bundesumweltministerium angesiedelt ist“, erklärte Paulini. „Das ganze Strahlenschutz-Notfallsystem wurde nach Tschernobyl – und auch nach Fukushima 2011 – überarbeitet. Wir haben bundeseinheitliche Richtlinien, ab welchen Strahlungswerten Evakuierungen, Aufenthalt in Gebäuden oder Einnahme von Jodtabletten als sinnvoll gelten. Die Einnahme von Jodtabletten sollte immer nur nach Empfehlungen der Behörden erfolgen, nicht eigenmächtig.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundesamt für Strahlenschutz (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bundesamt für Strahlenschutz bereitet sich auf kriegsbedingte Risiken vor.
  • Fokus hat sich geändert, neue Gefahren von Kriegen für Kernkraftwerke erkannt.
  • Deutschland ist besser für Notfälle gerüstet, klare Regeln und zentrale Krisenstäbe vorhanden.

Warum ist das wichtig?

  • Vorbereitung auf kriegsbedingte Risiken erhöht die Sicherheit der Bevölkerung.
  • Anpassung an neue Risiken durch technische Fortschritte und internationale Zusammenarbeit.
  • Verbesserte Notfallpläne und zentrale Krisenstäbe stärken die Reaktionsfähigkeit bei atomaren Vorfällen.

Wer ist betroffen?

  • Mitarbeiter des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS)
  • Bevölkerung in Deutschland
  • Anwohner in der Ukraine und im Nahen Osten

Zahlen/Fakten?

  • Deutschland 40 Jahre nach Tschernobyl besser für Notfall gerüstet
  • Radiologisches Lagezentrum des Bundes im Bundesumweltministerium angesiedelt
  • Strahlenschutz-Notfallsystem nach Tschernobyl und Fukushima überarbeitet

Wie geht’s weiter?

  • Überprüfung der Daten von Messeinrichtungen für Radioaktivität in der Ukraine und Nachbarländern
  • Berechnung der Luftmassenverlagerung im Falle einer Freisetzung
  • Zusammenarbeit mit Nachbarstaaten und klare Regeln im Strahlenschutz-Notfallsystem
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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