Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaftliche Herausforderungen in der Kinderhilfe
Berlin () – Das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) warnt in der Debatte über die überlastete Kinder- und Jugendhilfe davor, sogenannte Systemsprenger in geschlossenen Heimen unterzubringen.
Freiheitsentziehende Maßnahmen dürften bei Kindern und Jugendlichen nur als äußerstes Mittel und für den kürzesten möglichen Zeitraum eingesetzt werden, sagte Claudia Kittel, Leiterin der Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention des Instituts der „Rheinischen Post“. Sie seien grundsätzlich zu vermeiden. Die Empfehlungen des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes seien eindeutig: Statt neue Einrichtungen zu schaffen, müssten ambulante Hilfen für Kinder und Familien gestärkt werden.
Wegen der Überforderung der Jugendämter mehren sich in den Bundesländern politische Debatten über geschlossene Einrichtungen für „Systemsprenger“ – also verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche, bei denen alle anderen Hilfsangebote an Grenzen stoßen. Das DIMR beobachtet als Deutschlands nationale Menschenrechtsinstitution die Umsetzung von Menschenrechten und berichtet an die Vereinten Nationen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Claudia Kittel (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- DIMR warnt vor Unterbringung von Systemspringern in geschlossenen Heimen
- Freiheitsentziehende Maßnahmen sollen nur als letztes Mittel eingesetzt werden
- Empfehlungen des UN-Ausschusses fordern Stärkung ambulante Hilfen für Kinder und Familien
Warum ist das wichtig?
- Warnung vor Freiheitsentziehung in der Kinder- und Jugendhilfe
- Eindeutige Empfehlungen für alternative Hilfen aus den UN-Rechtsnormen
- Notwendigkeit, Ambulante Unterstützung für Familien zu stärken
Wer ist betroffen?
- Kinder und Jugendliche in der Kinder- und Jugendhilfe
- Verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche ("Systemsprenger")
- Familien in Notlagen
Zahlen/Fakten?
- Freiheitsentziehende Maßnahmen nur als äußerstes Mittel einsetzen
- UN-Ausschuss empfiehlt Stärkung ambulanter Hilfen
- Überforderung der Jugendämter führt zu Debatten über geschlossene Einrichtungen
Wie geht’s weiter?
- Stärkung ambulanter Hilfen für Kinder und Familien
- Vermeidung freiheitsentziehender Maßnahmen
- Diskussion über geschlossene Einrichtungen für „Systemsprenger“
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