Ifo: Staatsbürgerschaft durch Geburt reduziert Jugendkriminalität

24. März 2026
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Ifo: Staatsbürgerschaft durch Geburt reduziert Jugendkriminalität

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaft: Auswirkungen der Staatsbürgerschaft in Deutschland

() – Der Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft durch Geburt senkt offenbar die Kriminalität von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Dies zeigt eine neue Studie des Ifo-Instituts und der Universität Passau zur Reform des Staatsangehörigkeitsrechts im Jahr 2000.

„Jugendliche der zweiten und dritten Einwanderergeneration, die seit ihrer Geburt die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, wurden rund 70 Prozent seltener von der Polizei als Tatverdächtige registriert als vergleichbare Jugendliche zuvor, die noch keinen deutschen Pass hatten“, sagte Ifo-Forscher Helmut Rainer. Der Rückgang der Jugendkriminalität ist vor allem auf weniger Eigentums- und Drogendelikte zurückzuführen.

Die Studie untersucht die Auswirkungen der Reform des deutschen Staatsangehörigkeitsrechts im Jahr 2000. Grundlage sind Daten der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) aus den Bundesländern und sowie . Seit dem Jahr 2000 erhalten in geborene Kinder ausländischer Eltern bei ihrer Geburt automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft nach dem Geburtsortsprinzip, sofern mindestens ein Elternteil seit acht Jahren seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat und eine Aufenthaltsberechtigung besitzt. Vor 2000 erwarben nur Kinder mit mindestens einem deutschen Elternteil die Staatsbürgerschaft bei Geburt.

„Präventive Maßnahmen zur Bekämpfung von Jugendkriminalität, wie die Verleihung der Staatsbürgerschaft durch Geburt, können die Identitätsbildung prägen, das soziale Vertrauen stärken und die Chancen auf Bildung, Beschäftigung und politische Teilhabe verbessern“, sagte Ifo-Forscher Leander Andres. Studien zeigen, dass durch die Einführung des Staatsbürgerschaftsrechts bei Geburt die schulischen Leistungen von Kindern mit Migrationshintergrund gestiegen sind. Durch den besseren Zugang zu Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Jugendliche kriminell werden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Personalausweis (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Der Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft durch Geburt senkt die Kriminalität von Jugendlichen mit Migrationshintergrund.
  • Jugendliche mit deutscher Staatsbürgerschaft wurden 70 Prozent seltener als Tatverdächtige registriert.
  • Der Rückgang der Jugendkriminalität betrifft vor allem Eigentums- und Drogendelikte.

Warum ist das wichtig?

  • Senkung der Jugendkriminalität bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund
  • Verbesserung der Identitätsbildung und des sozialen Vertrauens
  • Erhöhter Zugang zu Bildung und Beschäftigungsmöglichkeiten

Wer ist betroffen?

  • Jugendliche mit Migrationshintergrund der zweiten und dritten Einwanderergeneration
  • Kinder ausländischer Eltern, die in Deutschland geboren wurden
  • Personen, die durch Staatsbürgerschaftserwerb Identitätsbildung und soziale Integration erfahren

Zahlen/Fakten?

  • 70 Prozent seltener registriert als Tatverdächtige
  • Rückgang der Jugendkriminalität vor allem bei Eigentums- und Drogendelikten
  • Automatische Staatsbürgerschaft seit 2000 bei Geburt für Kinder ausländischer Eltern unter bestimmten Bedingungen

Wie geht’s weiter?

  • Weitere Untersuchungen zu den langfristigen Auswirkungen der Reform auf die Kriminalität
  • Analyse der Auswirkungen in anderen Bundesländern
  • Entwicklung präventiver Maßnahmen zur weiteren Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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