Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitsreform und Familienversicherung in Deutschland
Berlin () – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat die kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Frage gestellt. „Ich teile das Ziel, Anreize zu setzen, damit vor allem mehr Frauen einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgehen – auch für die Altersvorsorge“, antwortete die Ministerin der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe) auf die Frage, ob die kostenlose Mitversicherung abgeschafft werden soll.
Das Vorhaben, die Familienversicherung zu reformieren, bezeichnete Warken, die auch Vorsitzende der Frauen-Union der CDU ist, als „Paradigmenwechsel“. Dieser müsse aber „sozialverträglich passieren“.
In Deutschland ist der Anteil von Ehepartnern, meist Frauen, die nur in Teilzeit oder gar nicht berufstätig sind, im internationalen Vergleich besonders hoch. Ökonomen fordern daher schon seit längerer Zeit Reformen, die Anreize zur Mehrarbeit setzen. Dies könne der Wirtschaft neuen Schwung geben.
Knapp 2,5 Millionen Ehepartner sind nach Angaben der Gesetzlichen Krankenversicherung aktuell kostenlos mitversichert. Müssten sie einzahlen, würde der Mindestbeitrag für nicht-erwerbstätige Ehegatten nach GKV-Berechnung rund 220 Euro im Monat betragen. Ende Oktober hatte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) das Ende der Beitragsfreiheit mitversicherter Ehepartner gefordert. Das bringe den Kassen Mehreinnahmen von 2,8 Milliarden Euro im Jahr, hieß es in einem Positionspapier.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ärztehaus (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bundesgesundheitsministerin Nina Warken stellt kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern in der GKV in Frage.
- Reform der Familienversicherung als "Paradigmenwechsel" bezeichnet, muss sozialverträglich sein.
- Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände fordert Ende der Beitragsfreiheit für Mehreinnahmen von 2,8 Milliarden Euro jährlich.
Warum ist das wichtig?
- Anreize für mehr Frauen in sozialversicherungspflichtigen Jobs schaffen
- Potenzielle Mehreinnahmen für Krankenkassen von 2,8 Milliarden Euro jährlich
- Notwendigkeit einer sozialverträglichen Reform der Familienversicherung
Wer ist betroffen?
- Ehepartner, meist Frauen, die in Teilzeit oder gar nicht berufstätig sind
- Rund 2,5 Millionen Ehepartner, die aktuell kostenlos mitversichert sind
- Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)
Zahlen/Fakten?
- 2,5 Millionen Ehepartner aktuell kostenlos mitversichert
- Mindestbeitrag für nicht-erwerbstätige Ehegatten: rund 220 Euro im Monat
- Mehreinnahmen für Kassen bei Ende der Beitragsfreiheit: 2,8 Milliarden Euro im Jahr
Wie geht’s weiter?
- Reform der Familienversicherung anstreben
- Anreize für mehr Erwerbstätigkeit setzen
- Sozialverträgliche Umsetzung sicherstellen
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