EU plant zum Jahrestag des Ukrainekriegs 20. Sanktionspaket

31. Dezember 2025
1 min Lesezeit

EU plant zum Jahrestag des Ukrainekriegs 20. Sanktionspaket

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

EU-Sanktionen und Sicherheitsgarantien in Brüssel

Brüssel () – Die EU-Staaten planen zum vierten Jahrestag des russischen Überfalls auf die (24. Februar 2026) die Verabschiedung eines 20. Sanktionspakets gegen Russland. Das berichtet die „Welt“ (Mittwochausgaben) unter Berufung auf informierte EU-Diplomaten.

Geplant sind demnach Reisebeschränkungen und das Einfrieren von Vermögenswerten in der EU von weiteren Einzelpersonen und Organisationen, wobei insbesondere Personen, die für die Verschleppung und ideologische Umerziehung von Kindern verantwortlich sind, in den Blick genommen werden sollen. Auch weitere Sanktionen im Energiebereich und Bankensektor sind nach Angaben von Diplomaten vorgesehen.

Außerdem sollen Schlupflöcher zur Umgehung der bisherigen Sanktionen geschlossen werden. Überlegt wird in Brüssel auch, den Import von russischem Uran zu verbieten und damit die Föderale Agentur für Atomenergie Russlands (Rosatom) zu sanktionieren. Dagegen gibt es nach Angaben der Diplomaten bisher aber Widerstand aus Ländern wie und .

Mit den Sanktionen soll Moskau für seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine bestraft und die russische Wirtschaft weiter geschwächt werden. Das letzte Sanktionspaket der EU wurde am 23. Oktober beschlossen. Zentrale Maßnahmen waren dabei ein vollständiges Einfuhrverbot für russisches Flüssigerdgas (LNG) ab Anfang 2027 und die Sanktionierung von Drittstaat-Unternehmen, darunter auch chinesische Raffinerien und Händler, die russisches Rohöl kaufen.

Kurz vor Weihnachten sanktionierte die EU zudem weitere 41 Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte. Diese Schiffe sollen an der Umgehung von Strafmaßnahmen der Europäer, insbesondere im Energiebereich, beteiligt sein.

Laut Brüsseler Diplomatenkreisen sind mehrere europäische Staaten bereit, sich im Rahmen einer Koalition der Willigen zur Überwachung eines möglichen Waffenstillstands zwischen Russland und der Ukraine zu beteiligen. „Die Pläne dafür, wie die Sicherheitsgarantien für die Ukraine aussehen könnten, sind bereits fertig ausgearbeitet. Sie wurden im Wesentlichen von Militärexperten der britischen und französischen Streitkräfte in Zusammenarbeit mit Brüssel erstellt“, hieß es in Diplomatenkreisen, die mit den Beratungen vertraut sind.

Demnach sind Frankreich und Großbritannien offenbar bereit, sogenannte robuste Sicherheitsgarantien abzugeben. Damit wären sie im Notfall auch befähigt, mit Bodentruppen für die Einhaltung des Friedens zu kämpfen. Als Größenordnung für den Einsatz der europäischen Bodentruppen wird von Diplomaten für die ersten sechs Monate – je nach Einmeldungen der beteiligten Staaten – eine Zahl „von 10.000 bis 15.000“ genannt.

Weiter verlautet aus Diplomatenkreisen, dass „Frankreich und Großbritannien bereit sind, sich auch ohne ein Mandat der Vereinten Nationen (UN) oder der Europäischen Union an der Überwachung eines Waffenstillstands zu beteiligen“. Beiden Ländern würde eine Einladung der Ukraine genügen.

Die Überwachung des Waffenstillstands aus der Luft und von der See soll von den Nachbarstaaten der Ukraine aus sichergestellt werden. In den Planungen zur Überwachung des Waffenstillstands spielt offenbar auch die eine Rolle. Ankara könnte die Schwarzmeer-Region überwachen, hieß es.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: EU-Fahnen (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Die EU-Staaten planen ein 20. Sanktionspaket gegen Russland zum vierten Jahrestag des Überfalls auf die Ukraine.
  • Geplant sind Reisebeschränkungen, Einfrieren von Vermögenswerten und Sanktionen im Energiebereich.
  • Frankreich und Großbritannien sind bereit, Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu übernehmen und Bodentruppen zur Überwachung eines Waffenstillstands bereitzustellen.

Warum ist das wichtig?

  • Sanktionen gegen Russland sollen den Druck auf Moskau erhöhen und dessen Wirtschaft schwächen.
  • Geplante Reisebeschränkungen und Vermögenssperren zielen auf Verantwortliche der Kinderverschleppung ab.
  • Koalition zur Überwachung eines Waffenstillstands könnte internationale Zusammenarbeit stärken.

Wer ist betroffen?

  • Einzelpersonen und Organisationen, die für die Verschleppung und ideologische Umerziehung von Kindern verantwortlich sind
  • Russische Föderale Agentur für Atomenergie (Rosatom)
  • europäische Staaten, insbesondere Frankreich und Großbritannien

Zahlen/Fakten?

    1. Sanktionspaket gegen Russland geplant zum 24. Februar 2026
  • 10.000 bis 15.000 europäische Bodentruppen für die ersten sechs Monate als Größenordnung genannt
  • Letztes Sanktionspaket am 23. Oktober beschlossen; vollständiges Einfuhrverbot für russisches Flüssigerdgas ab Anfang 2027

Wie geht’s weiter?

  • Verabschiedung eines 20. Sanktionspakets gegen Russland am 24. Februar 2026
  • Sanktionen im Energiebereich und Bankensektor, Importverbot von russischem Uran prüfen
  • Europäische Bodentruppen von 10.000 bis 15.000 für Waffenstillstandsüberwachung eingeplant
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)

Don't Miss