Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Cybersicherheitspolitik in Deutschland gefährdet
Berlin () – Beim IT-Sicherheitsprogramm „Digital. Sicher. Souverän.“ der Bundesregierung droht eine Finanzierungslücke. Das geht aus der Antwort des Bundesforschungsministeriums (BMFTR) auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor, über welche die „Frankfurter Rundschau“ (Donnerstagausgabe) berichtet. Demnach hat die Koalition aus CDU/CSU und SPD noch keinen konkreten Zeitplan für ein Nachfolgeprogramm des 350 Millionen Euro schweren Projekts, das 2026 ausläuft.
Das 2021 von der Ampelregierung beschlossene Programm soll Innovationen fördern, um Cybersicherheit und technologische Souveränität in Deutschland zu stärken. Ein mögliches Nachfolgeprogramm soll aber erst „im Laufe des Jahres 2027“ starten, wie es im Schreiben der Bundesregierung heißt. Eine Kabinettbefassung zum Thema ist demnach erst für das erste Quartal 2027 vorgesehen, einen nahtlosen Übergang wird es also nicht geben.
Angesichts rasanter Entwicklungen bei Künstlicher Intelligenz (KI) und Quantencomputern gibt es nun deutliche Kritik von den Grünen. Experten blicken aktuell mit Sorge vor allem auf die KI „Claude Mythos“ von Anthropic. Das noch nicht öffentlich zugängliche KI-Modell gilt als potenziell gefährlicher Wendepunkt in der IT-Sicherheit und als eine Art „Hacker-Superwaffe“. „Forschung in so einem sicherheitsrelevanten Bereich braucht Verlässlichkeit und Kontinuität, keine Förderlücke“, sagte Ayse Asar, forschungspolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, der Zeitung. „Wer die digitale Souveränität Europas ernst nimmt, darf die Cybersicherheitsforschung nicht auf Halde legen“, so Asar.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Finanzierungslücke beim IT-Sicherheitsprogramm "Digital. Sicher. Souverän." der Bundesregierung droht.
- Nachfolgeprogramm soll erst im Jahr 2027 starten, nahtloser Übergang nicht möglich.
- Kritik von den Grünen wegen fehlender Kontinuität in der Cybersicherheitsforschung.
Warum ist das wichtig?
- Finanzierungslücke im IT-Sicherheitsprogramm gefährdet Innovationen.
- Nahtloser Übergang zwischen Programmen ist nicht gewährleistet.
- Dringlichkeit der Cybersicherheitsforschung angesichts neuer Technologien.
Wer ist betroffen?
- Bundesregierung
- IT-Sicherheitsforschung
- Unternehmen im Bereich Cybersicherheit
Zahlen/Fakten?
- 350 Millionen Euro für das IT-Sicherheitsprogramm "Digital. Sicher. Souverän."
- Programm läuft 2026 aus, Nachfolgeprojekt startet laut Bundesregierung erst im Jahr 2027.
- Kabinettbefassung zum Nachfolgeprogramm erst im ersten Quartal 2027 vorgesehen.
Wie geht’s weiter?
- Finanzierungslücke im IT-Sicherheitsprogramm
- Nachfolgeprogramm startet frühestens 2027
- Kritik an fehlender Kontinuität in der Cybersicherheitsforschung
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