Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaftliche Diskussion über Elterngeld in Berlin
Berlin () – Die Bundesgesundheitsministerin und Vorsitzende der Frauen-Union, Nina Warken, will am Ziel festhalten, für mehr Gleichberechtigung im Elterngeld zu sorgen.
Der „Süddeutschen Zeitung“ sagte die CDU-Politikerin, im Koalitionsvertrag sei „klar festgehalten“, dass „die Grenzen für das Elterngeld sowie der Mindest- und Höchstbetrag angehoben werden sollten“. Dazu gehöre, dass SPD und Union sich darauf geeinigt haben, „Anreize für mehr Partnerschaftlichkeit“ zu setzen.
Im Koalitionsvertrag heißt es wörtlich, es sollten mehr Anreize für „insbesondere mehr Väterbeteiligung in alleiniger Verantwortung“ geschaffen werden. Das Elterngeld sollte also als Instrument zu mehr Gleichberechtigung bei der Aufteilung der Sorgearbeit dienen. „An dieser Weiterentwicklung des Elterngeldes sollten wir festhalten“, sagte Warken.
„Für die Union, insbesondere für die Frauen-Union, ist das Elterngeld ein Herzensthema“, sagte sie der SZ. Es sei eine „zentrale familienpolitische Leistung, auf die Familien in Deutschland zu Recht zählen“. Sie mahnt: „Dieses Vertrauen dürfen wir nicht enttäuschen“.
In den Regierungsfraktionen ist eine Diskussion darüber entbrannt, wie und ob beim Elterngeld gekürzt werden soll. Möglich wäre, die Elterngeldbezugszeit insgesamt zu kürzen. Ebenfalls wäre es möglich, die sogenannten Vätermonate auszuweiten. Um die vollen 14 Monate Elterngeld auszuschöpfen, müssten dann beide Elternteile mehr als zwei Monate Elternzeit nehmen.
Doch es gibt große Vorbehalte dagegen, Müttern weniger als 12 Monate Basiselterngeld zu ermöglichen. Die CSU-Abgeordnete und Vorstandsmitglied der Frauen-Union Bayern, Silke Launert, warnte davor. „Ich bin kein Fan davon, durch die hälftige Aufteilung faktisch für Frauen weniger als 12 Monate Elternzeit zu ermöglichen“, sagte sie der SZ. Sie sprach sich dafür aus, beim Elterngeld zu sparen. „Natürlich müssen alle Ressorts sparen und beim Familienministerium ist das Elterngeld der größte Posten, daher ist es auch naheliegend, da zu sparen“, sagte sie. Auch Familienministerin Karin Prien (CDU) sagte kürzlich im Deutschlandfunk: „Jede Frau muss in der Lage sein, zwölf Monate im Elterngeldbezug zu sein.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Vater, Mutter, Kind (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Gesundheitsministerin Nina Warken setzt sich für mehr Gleichberechtigung im Elterngeld ein.
- Diskussion über mögliche Kürzungen des Elterngeldes in den Regierungsfraktionen.
- Bedenken gegen eine Reduzierung der Mindestelterngeldzeit für Mütter.
Warum ist das wichtig?
- Wichtig für Gleichberechtigung in der Familie
- Stärkt Väterbeteiligung und Teilhabe an der Sorgearbeit
- Zentrale familienpolitische Leistung, die Vertrauen unterstützt
Wer ist betroffen?
- Familien in Deutschland
- Väter
- Mütter
Zahlen/Fakten?
- Elterngeldbezugszeit könnte insgesamt gekürzt werden
- Elterngeld sollte zur Förderung der Väterbeteiligung dienen
- Frauen sollen mindestens 12 Monate Basiselterngeld erhalten können
Wie geht’s weiter?
- Festhalten an Gleichberechtigung im Elterngeld
- Diskussion über mögliche Kürzungen und Anreize für Väterbeteiligung
- Ziel: Entwicklung des Elterngeldes fortführen
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