Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politische Veränderungen in Ungarn 2026
Berlin () – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Péter Magyar zum Wahlsieg gratuliert. „Ich gratuliere dem ungarischen Wahlsieger Péter Magyar herzlich zu seinem überzeugenden Erfolg“, erklärte Merz am Sonntagabend.
„Ich habe bereits mit ihm telefoniert und ihm meine besten Wünsche für die große Aufgabe übermittelt. Wir werden kraftvoll für ein starkes, sicheres und vor allem geeintes Europa zusammenarbeiten“, so der Bundeskanzler.
Zuvor hatten unter anderem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) und EVP-Chef Manfred Weber (CSU) Magyar gratuliert. Von der Leyen schrieb, Ungarn auf seinen europäischen Weg zurück und die europäische Union werde stärker. Macron wertete Magyars Wahlsieg als Zeichen der demokratischen Teilhabe, Bekenntnis des ungarischen Volkes zu den Werten der Europäischen Union und als Zeichen für Ungarns Stellung in Europa. Weber sprach gegenüber dem „Spiegel“ davon, dass nach der Wahlniederlage Viktor Orbáns die Rechtspopulisten in Europa „ihre Identifikationsfigur“ verlieren würden.
Nach Hochrechnungen des nationalen Wahlbüros liegt Magyars Partei Tisza klar vorne, während Orbán nach 16 Jahren Regierungszeit abgewählt wäre. Bei einem Auszählungsstand von 87,82 Prozent der Stimmen kann Tisza derzeit mit 138 der 199 Sitze rechnen. Damit hätte die neu im Parlament vertretene Partei eine Zweidrittelmehrheit, mit der sie die Verfassung ändern könnte.
Orbáns Partei Fidesz, die gemeinsam mit dem Regierungspartner KDNP bei der letzten Wahl 135 Sitze gewonnen hatte, würde deutlich verlieren und käme nunmehr auf 54 Abgeordnete. Mi Hazánk Mozgalom steht in der Hochrechnung bei 7 Sitzen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Tisza-Anhänger feiern auf der Wahlparty am 12.04.2026 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bundeskanzler Friedrich Merz gratuliert Péter Magyar zu seinem Wahlsieg in Ungarn.
- Magyars Partei Tisza gewinnt mit einer Zweidrittelmehrheit im Parlament.
- Orbáns Fidesz verliert deutlich und erhält nur 54 Sitze.
Warum ist das wichtig?
- Signalisiert Wandel in der ungarischen Politik und Verlust der Macht für Rechtspopulisten
- Stärkung der europäischen Zusammenarbeit und Werte
- Mögliche Verfassungsänderungen durch neue Mehrheit im Parlament
Wer ist betroffen?
- Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)
- Péter Magyar (ungarischer Wahlsieger)
- Viktor Orbán (abgewählter Regierungschef)
Zahlen/Fakten?
- Tisza erhält 138 von 199 Sitzen im Parlament.
- Fidesz verliert und kommt auf 54 Abgeordnete.
- Mi Hazánk Mozgalom steht bei 7 Sitzen.
Wie geht’s weiter?
- Zusammenarbeit zwischen Merz und Magyar für ein starkes Europa
- Ungarns Weg zur europäischen Integration wird weiterverfolgt
- Mögliche Verfassungsänderungen durch Tisza mit Zweidrittelmehrheit
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