Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik: Ukrainische Forderungen an Europa
New York () – Der ukrainische UN-Botschafter Andrij Melnyk fordert von den europäischen Partnern eine harte Haltung in künftigen Friedensverhandlungen mit Russland. Europa müsse aus einer Position der Stärke und ohne Rücksicht gegenüber Moskau auftreten, sagte Melnyk den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Nur ein solcher harter Kurs werde Putin beeindrucken, nur dann gebe es Hoffnung, dass er bei seinem Krieg einlenke.
Entscheidend sei, dass Europa mit einer Stimme spricht. Die Europäer müssten eine „betonharte Verhandlungsposition“ festlegen, die mit der Ukraine voll und ganz abgestimmt werden solle, fügte Melnyk hinzu. Die Frage, welche Person Europa in diesem Prozess repräsentieren solle, sei aus seiner Sicht eher zweitrangig. Melnyk ist seit Mai 2025 Ständiger Vertreter der Ukraine bei den Vereinten Nationen. Bei Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 war er Botschafter in Deutschland.
Am kommenden Dienstag und Mittwoch findet in der türkischen Hauptstadt Ankara das Nato-Gipfeltreffen statt. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird dort erwartet. Nach Telefonaten von US-Präsident Donald Trump mit Selenskyj und Russlands Staatschef Wladimir Putin vom Samstag gibt es inzwischen neue Hoffnung auf ernsthafte Friedensgespräche zwischen den Kriegsparteien. Trump bot in den Telefonaten an, zu vermitteln. In der Vergangenheit hatte er versucht, eine diplomatische Lösung ohne direkte Beteiligung der Europäer herbeizuführen.
Auch der Gouverneur der umkämpften ukrainischen Region Cherson, Oleksandr Prokudin, forderte eine starke Rolle der Europäer in einem künftigen Friedensprozess. Ein Krieg gegen die Ukraine könne nicht ohne Europa entschieden werden, sagte Prokudin den Funke-Titeln. Es gehe dabei nicht nur um die Zukunft der Ukrainer, sondern um die Zukunft ganz Europas. Deshalb müsse Europa Teil der Verhandlungen sein. Ohne Europa werde keine Vereinbarung gerecht oder von Dauer sein.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Kreml (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Ukrainischer UN-Botschafter fordert harte Haltung Europas in Friedensverhandlungen mit Russland.
- Einheitliche, starke Verhandlungsposition der Europäer in Abstimmung mit der Ukraine erforderlich.
- Hoffnung auf ernsthafte Friedensgespräche nach Telefonaten zwischen Trump, Selenskyj und Putin.
Warum ist das wichtig?
- Harte Haltung Europas kann Putins Verhalten beeinflussen
- Einheitliches Auftreten Europas wichtig für Verhandlungsstärke
- Künftige Friedensverhandlungen betreffen die gesamte europäische Sicherheit
Wer ist betroffen?
- Ukrainischer UN-Botschafter Andrij Melnyk
- Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj
- Gouverneur der ukrainischen Region Cherson, Oleksandr Prokudin
Zahlen/Fakten?
- Melnyk fordert von Europa eine harte Position in Friedensverhandlungen.
- Nato-Gipfeltreffen in Ankara am kommenden Dienstag und Mittwoch.
- Melnyk ist seit Mai 2025 Ständiger Vertreter der Ukraine bei der UN.
Wie geht’s weiter?
- Harte Verhandlungsposition Europas in Friedensgesprächen festlegen
- Einigkeit und Abstimmung mit der Ukraine notwendig
- Europa muss bei Verhandlungen stark vertreten sein
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