Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Demokratie und Gesellschaft in Deutschland
Berlin () – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hält Brandmauern für nötig, um die Demokratie vor ihren Verächtern zu schützen. „Der Versuch, Extremisten zu zähmen, indem man ihnen Macht gewährt, ist nicht nur in der Weimarer Republik gescheitert“, sagte Steinmeier der Wochenzeitung „Die Zeit“. Er sei sicher: „Aus der Zusammenarbeit von Demokraten und Demokratieverächtern wird die Demokratie nicht als Sieger hervorgehen.“ Deshalb befürworte er Brandmauern gegen Extremisten.
Im Zusammenhang mit der Diskussion um ein mögliches AfD-Verbotsverfahren sagte Steinmeier, er plädiere dafür, „die Instrumente der wehrhaften Demokratie zu zeigen und sie, wo notwendig, anzuwenden“. Dazu gehöre die Erinnerung daran, „dass die Möglichkeit eines Parteiverbots jedenfalls als Ultima Ratio zum Arsenal der wehrhaften Demokratie des Grundgesetzes gehört“.
Eindeutig spricht sich der Bundespräsident für ein Social-Media-Verbot für Heranwachsende aus: „Unterhalb von 14 Jahren, ja.“ Die Regellosigkeit führe zu Gefährdungen für das soziale Miteinander und zu Gefährdungen der Demokratie. „Ganz besonders gilt das für Kinder und Jugendliche, die mit Inhalten konfrontiert werden – Gewaltdarstellungen, Pornografie, Manipulationen -, die ihre Persönlichkeitsentwicklung belasten“, so Steinmeier weiter. Er sei selbst jedes Mal „fassungslos“ darüber, was auf entsprechenden Plattformen „an Häme, Hetze, Hohn und Hass“ verbreitet werde.
Steinmeier wendet sich zudem gegen den Missmut im Land: „Mich besorgt unser Kleinmut und die selbstverordnete Untergangsstimmung. Deshalb sage ich ganz bewusst: Ich bin stolz auf unser Land. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir inmitten dieses Weltgewitters von Krieg, Unrecht und Schurkenstücken unseren Anstand, unsere innere Stärke und unseren moralischen Kompass behalten haben.“
Die zweite Amtszeit von Frank-Walter Steinmeier endet am 18. März 2027; er kann nicht noch einmal gewählt werden. „Ich wünsche mir, dass die Leute nach meinem Abschied sagen, das war einer, der hat seine Verantwortung ernst genommen, der hat sein Kreuz gerade gemacht für den Schutz der liberalen Demokratie, der konnte zusammenführen und Brücken bauen zwischen Menschen und Meinungen“, sagte er der „Zeit“.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Frank-Walter Steinmeier (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Frank-Walter Steinmeier plädiert für Brandmauern gegen Extremisten und sieht Gefahren in der Zusammenarbeit zwischen Demokraten und Demokratieverächtern.
- Er spricht sich für ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige aus und kritisiert die Auswirkungen von schädlichen Inhalten auf Kinder.
- Steinmeier äußert sich besorgt über eine negative Grundstimmung im Land und betont seinen Stolz auf die Demokratie Deutschlands.
Warum ist das wichtig?
- Schutz der Demokratie vor Extremisten ist entscheidend für den Erhalt von Freiheit und Recht.
- Anwendung wehrhafter Demokratie-Maßnahmen, wie ein Parteiverbot, ist notwendig, um die Integrität des politischen Systems zu wahren.
- Regulierungen für junge Nutzer auf Social Media sind wichtig, um ihre Entwicklung und das soziale Miteinander zu schützen.
Wer ist betroffen?
- Extremisten
- Heranwachsende unter 14 Jahren
- Kinder und Jugendliche
Zahlen/Fakten?
- Zweite Amtszeit endet am 18. März 2027
- n/a
- n/a
Wie geht’s weiter?
- Brandmauern gegen Extremisten befürworten
- Instrumente der wehrhaften Demokratie anwenden
- Social-Media-Verbot für Heranwachsende bis 14 Jahre erwägen
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