Politik: Debatte um neuen Zivildienst in Berlin
Berlin () – In der Debatte um einen neuen Zivildienst hat die SPD-Fraktion möglichen Pflichtdiensten eine Absage erteilt.
„Unser Ansatz ist: Freiwilligkeit gewinnt, Zwang verliert. Wir wollen Freiwilligendienste stärken, ausbauen und sozial gerechter gestalten, statt neue Pflichtdienste einzuführen“, sagte der zuständige Berichterstatter Felix Döring der „Rheinischen Post“ (Mittwoch).
„Entscheidend ist, mehr Plätze bereitzustellen und die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass sich alle jungen Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft für einen Freiwilligendienst entscheiden können. Solange es mehr Bewerberinnen und Bewerber als verfügbare Plätze gibt, halten wir die Diskussion über einen verpflichtenden Zivildienst oder ein Pflichtjahr für den falschen Schwerpunkt“, sagte Döring.
„Stattdessen setzen wir auf eine attraktive, zugängliche und verlässlich finanzierte Freiwilligendienststruktur. Dabei geht es ausdrücklich nicht um zusätzliches Personal für Sozialverbände und soziale Einrichtungen, das in Konkurrenz zu sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen stehen würde“, so der SPD-Politiker.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | THW-Mitarbeiterin (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Die SPD-Fraktion hat in der Debatte um einen neuen Zivildienst Pflichtdienste abgelehnt
- Die SPD will stattdessen Freiwilligendienste stärken, ausbauen und sozial gerechter gestalten
- Solange es mehr Bewerber als Plätze gibt, hält Felix Döring eine Diskussion über verpflichtenden Zivildienst oder Pflichtjahr für den falschen Schwerpunkt
Warum ist das wichtig?
- Freiwilligkeit statt Pflichtdienste stärkt die Akzeptanz und vermeidet Zwang im sozialen Einsatz
- Mehr Plätze und bessere Rahmenbedingungen erhöhen die Chancen, dass alle jungen Menschen unabhängig von der sozialen Herkunft teilnehmen können
- Verlässlich finanzierte Freiwilligendienste sollen zusätzlichen Bedarf decken, ohne sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zu verdrängen
Wer ist betroffen?
- Junge Menschen, die einen Freiwilligendienst wählen können unabhängig von ihrer sozialen Herkunft
Zahlen/Fakten?
- Freiwilligkeit statt Pflichtdiensten soll gestärkt und ausgebaut werden
- Mehr Plätze für Freiwilligendienste und bessere Rahmenbedingungen sollen allen jungen Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft die Entscheidung ermöglichen
- Keine Pflichtdiskussion, solange es mehr Bewerberinnen und Bewerber als verfügbare Plätze gibt
Wie geht’s weiter?
- Die SPD will an Freiwilligendiensten festhalten und diese stärken, ausbauen und sozial gerechter gestalten statt neue Pflichtdienste einzuführen
- Solange mehr Bewerberinnen und Bewerber als freie Plätze vorhanden sind, sollen Pflichtjahr oder verpflichtender Zivildienst nicht im Mittelpunkt stehen
- Ziel sind mehr Plätze sowie verbesserte, verlässlich finanzierte Rahmenbedingungen ohne Konkurrenz zu sozialversicherungspflichtigen Jobs
- Rotes Kreuz mahnt verlässliche Finanzierung für Zivildienst an - 4. August 2026
- 18-Jähriger rast mit über 170 km/h von Bielefeld nach Gütersloh - 4. August 2026
- Festnahme nach mutmaßlichem Drogenhandel in Berlin-Hellersdorf - 4. August 2026
