SPD-Fraktionsvize will Warkens Reformpläne nicht einfach abnicken

15. April 2026
1 min Lesezeit

SPD-Fraktionsvize will Warkens Reformpläne nicht einfach abnicken

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesundheitspolitik in Berlin: Reformdiskussion der SPD

() – Die SPD-Bundestagsfraktion will die Reformvorschläge von Gesundheitsministerin Warken in der vorliegenden Form nicht komplett mittragen. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dagmar Schmidt (SPD) antwortete auf die Frage, ob ihre Partei die Pläne einfach abnicken werde: „Nein, natürlich nicht“. Zwar sei „viel Gutes dabei, vieles, was wir auch teilen“, zugleich gebe es aber „Dinge, wo wir finden, da sind die Vorschläge einfach noch nicht in der Balance, in der wir sie eigentlich gern sehen würden“, sagte sie den Sendern RTL und ntv.

Positiv bewertete Schmidt den Ansatz, die Ausgaben stärker an den Einnahmen auszurichten: „Was wir teilen, ist, dass wir grundsätzlich eine an den Einnahmen orientierte Ausgabenpolitik haben wollen.“ habe jedoch „eines der teuersten Systeme der Welt, das teuerste System der Europäischen Union, ohne dass wir mehr als mittlere Qualität für die Menschen im Angebot haben“. Es gebe „unglaubliche Effizienzreserven, die wir heben wollen“. Deshalb sagte sie: „Wir wollen nicht, dass Versicherte weiter belastet werden, dass ihre Leistungen gekürzt werden“ – hier sehe die SPD „noch eine Unwucht“.

Zugleich machte Schmidt deutlich, dass Einsparungen notwendig seien, diese aber nicht zulasten der Versicherten gehen dürften. „Es werden alle ihren Beitrag leisten müssen“, sagte sie mit Blick auf „ambulante Bereiche, stationäre Bereiche, die Pharmaindustrie“. Versicherte hätten „viele Milliarden in den letzten Jahren bezahlt, um die Kostensteigerungen zu tragen“, deshalb sehe man „nicht, dass die Versicherten jetzt durch Leistungskürzungen oder zusätzliche Belastungen“ herangezogen werden müssten. Spielräume gebe es genug: „Die Vorschläge der Kommission sind so breit und so vielfältig, dass wir da auch alternative Möglichkeiten haben.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Nina Warken (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • SPD-Bundestagsfraktion will Reformvorschläge von Gesundheitsministerin Warken nicht vollständig unterstützen.
  • Dagmar Schmidt äußert Bedenken und fordert eine Balance in den Vorschlägen.
  • Einsparungen sollen nicht zulasten der Versicherten gehen.

Warum ist das wichtig?

  • Reformvorschläge sollen nicht unreflektiert angenommen werden, um notwendige Balance zu erreichen.
  • Ausgabenpolitik soll an Einnahmen orientiert werden, um Effizienzreserven zu heben und Kostensteigerungen zu vermeiden.
  • Einsparungen sind notwendig, dürfen jedoch nicht zulasten der Versicherten gehen.

Wer ist betroffen?

  • SPD-Bundestagsfraktion
  • Versicherte
  • Pharmaindustrie

Zahlen/Fakten?

  • Deutschland hat eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt.
  • Es ist das teuerste System der Europäischen Union.
  • SPD fordert, dass Einsparungen nicht zulasten der Versicherten gehen.

Wie geht’s weiter?

  • SPD-Bundestagsfraktion lehnt Reformvorschläge in der vorliegenden Form ab
  • Notwendige Einsparungen sollen nicht zulasten der Versicherten gehen
  • Alternative Möglichkeiten zur Kostensenkung sollen geprüft werden
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