Schröder unterstützt Linie von Merz im Iran-Krieg

20. März 2026
1 min Lesezeit

Schröder unterstützt Linie von Merz im Iran-Krieg

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politik im Kontext des Iran-Konflikts

Berlin () – Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) unterstützt ausdrücklich die Linie von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), den USA eine militärische Unterstützung im Iran-Krieg zu verweigern. „Das kann man nicht machen, auf gar keinen Fall“, sagte Schröder der „Süddeutschen Zeitung“ zu der Frage, ob sich Deutschland an einer militärischen Intervention beteiligen solle, um wieder einen Öltransport durch die vom Iran blockierte Straße von Hormus zu ermöglichen.

„Was die Amerikaner und die Israelis da tun, das finde ich zum Verzweifeln. Das ist im Grunde ein Krieg, der auch aus ideologischen Gründen geführt wird, den man nicht wirklich gewinnen kann, und der mich sehr an den Vietnamkrieg erinnert“, sagte Schröder. Man habe unterschätzt, wie gefestigt so ein religiöses Regime nach so vielen Jahren sei. „Hier wird ja – in Anführungsstrichen – aus Sicht vieler Iraner auch ein Stellvertreter Gottes angegriffen und nicht nur der Führer einer normalen Zivilmacht.“

Zugleich räumte der wegen seiner Putin- und Russland-Nähe seit Jahren stark kritisierte Schröder ein, dass er zwar 2003 ein deutsches Nein zum Krieg der USA im Irak erklärt hatte, aber so wie Merz heute im Fall des Iran-Krieges eine uneingeschränkte Nutzung der US Air Base in Ramstein (Rheinland-Pfalz) ermöglicht habe. „Viele in meiner Partei wollten, dass ich da hart durchgreife. Aber ich sagte denen, ich soll den Flugplatz sperren? Wie stellt ihr euch das vor, das bedeutet das Ende des deutsch-amerikanischen Verhältnisses“, so Schröder. „Natürlich haben wir denen die Flugplätze zur Verfügung gestellt, auch die Überflugrechte erteilt. Aber was zählte, war dass wir bei dem Krieg nicht mitmachen.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Gerhard Schröder (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Gerhard Schröder unterstützt die Ablehnung von militärischer Unterstützung für die USA im Iran-Krieg.
  • Er vergleicht den Konflikt mit dem Vietnamkrieg und betont die Stärke des iranischen Regimes.
  • Schröder gesteht ein, dass er 2003 US-Basen für den Irakkrieg nutzbar machte, aber dennoch gegen die Teilnahme Deutschlands war.

Warum ist das wichtig?

  • Unterstützung von Schröder für Merz' Position gegen militärische Intervention im Iran
  • Warnung vor den schwerwiegenden Folgen eines ideologischen Krieges, ähnlich dem Vietnamkrieg
  • Bedeutung der US Air Base in Ramstein für deutsch-amerikanische Beziehungen als zentraler Punkt in der Debatte

Wer ist betroffen?

  • Gerhard Schröder (Altkanzler, SPD)
  • Friedrich Merz (Bundeskanzler, CDU)
  • Iraner (Betroffene des Konflikts)

Zahlen/Fakten?

  • Schröder unterstützt Merz' Ablehnung militärischer Unterstützung im Iran-Krieg.
  • Vergleich des Iran-Kriegs mit dem Vietnamkrieg.
  • Schröder stellte 2003 die Nutzung der US Air Base in Ramstein zur Verfügung.

Wie geht’s weiter?

  • Gerhard Schröder unterstützt die Verteidigung der deutschen Neutralität im Iran-Krieg.
  • Betonung auf langanhaltende Stabilität des iranischen Regimes.
  • Reflexion über die historische Rolle Deutschlands im Irakkrieg.
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