Schneider will Ölbohrungen in Meeresschutzgebieten stoppen

19. Juni 2026
1 min Lesezeit

Schneider will Ölbohrungen in Meeresschutzgebieten stoppen

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Umweltpolitik: Schutz der Ostsee im Fokus

() – Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) will einen Förderstopp für Öl und Gas in Schutzgebieten durchsetzen. Er werde im Sommer Eckpunkte für einen Aktionsplan Meer vorstellen, mit neuen Initiativen zur Erholung der Natur, zur Bergung von Geisternetzen und zur Reduzierung von Schadstoffen, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk “ (Freitagausgaben).

Die Natur erhole sich, wenn die Menschen sie in Ruhe lassen. „Das bedeutet zum Beispiel, keine neuen Bohrtürme zur Öl- und Gasförderung in Schutzgebieten mehr zu erlauben. Ein entsprechender Kabinettsentschluss liegt jetzt im Bundestag“, so der Minister.

Vor allem die Ostsee brauche mehr Schutz. „Es geht ihr ganz und gar nicht gut: zu wenig Salz, zu wenig Fische, zu viele Nährstoffe“, sagte Schneider. Die Ostsee dürfe aber nicht nur eine Badewanne sein, die immer wärmer werde, sondern sie müsse wieder ein funktionierendes Ökosystem werden.

Bei der Bergung von giftiger Altmunition aus den Meeren will Schneider vorangehen. Für eine Pilotanlage zur Bergung dieser Munition laufe gerade ein Bieterverfahren, sagte er. Die Anlage solle helfen, in der Nord- und Ostsee Hunderttausende Tonnen verklappte Altmunition zu bergen.

„Aber wir können damit aus Deutschland heraus auch einen wichtigen Beitrag zum weltweiten Naturschutz leisten und gleichzeitig Know-How und Technologien exportieren“, erklärte der Minister. Die Altmunition sei eine tickende Zeitbombe, die hochgeholt und unschädlich gemacht werden müsse. Sie lecke bereits, und die Giftstoffe seien teilweise schon in Fischen nachweisbar.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ölbohrinsel Mittelplate in der Nordsee (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bundesumweltminister Carsten Schneider will Förderstopp für Öl und Gas in Schutzgebieten durchsetzen.
  • Eckpunkte für einen Aktionsplan Meer sollen im Sommer vorgestellt werden.
  • Schneider plant Bergung von giftiger Altmunition aus den Meeren.

Warum ist das wichtig?

  • Schutz der Natur in empfindlichen Ökosystemen
  • Reduzierung von umweltschädlichen Aktivitäten
  • Beitrag zum globalen Naturschutz und Export von Technologien

Wer ist betroffen?

  • Bunderegierung
  • Natur und Ökosysteme der Ostsee
  • Fische in der Ostsee

Zahlen/Fakten?

  • Schutz von Öl- und Gasförderungen in Schutzgebieten
  • Bieterverfahren für Pilotanlage zur Bergung von giftiger Altmunition
  • Hunderttausende Tonnen verklappte Altmunition in Nord- und Ostsee

Wie geht’s weiter?

  • Vorstellung von Eckpunkten für einen Aktionsplan Meer im Sommer
  • Förderstopp für Öl und Gas in Schutzgebieten durchsetzen
  • Pilotanlage zur Bergung giftiger Altmunition wird eingerichtet
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