Reservistenverband beklagt Mängel bei der Betreuung der Reserve

4. April 2026
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Reservistenverband beklagt Mängel bei der Betreuung der Reserve

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Bundeswehr: Reformbedarf in der Reservistenbetreuung

() – Der Präsident des Reservistenverbandes, Patrick Sensburg, hat Mängel bei der Betreuung von Reservisten durch die Bundeswehr beklagt und Besserung angemahnt.

„Wir haben viele Interessenten, aber sie kommen nicht ins System, weil die Prozesse zu langsam sind“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk „. „Wir wünschen uns, dass das schneller geht. Das fängt bei der Sicherheitsüberprüfung an.“ Sensburg fügte hinzu: „Außerdem muss die Reserve erfasst und betreut werden. Und wir brauchen Planungssicherheit. Das ist ganz wichtig für die Reservisten. Denn Übungen werden immer wieder kurzfristig abgesagt. Das sollte nicht passieren.“

Der Reservistenverbandschef sagte zugleich, dass der vom Verteidigungsministerium geplante Aufwuchs auf 200.000 Reservisten aus seiner Sicht nicht ausreiche. „Um durchhaltefähig zu werden, muss die Reserve dreimal größer sein als die reguläre Truppe“, sagte er. „Das wären 800.000 bis 900.0000 Soldaten.“ Laut Bericht des Wehrbeauftragten des Bundestages, Henning Otte (CDU), waren zuletzt rund 60.000 Reservisten beordert, also für bestimmte Dienstposten fest eingeplant.

Das Anfang Januar in Kraft getretene Gesetz zum neuen Wehrdienst sieht vor, dass die reguläre Truppe von zuletzt rund 184.000 Soldaten bis 2035 auf 260.000 anwächst – und die Reserve auf 200.000. Dabei werden die freiwillig Wehrdienstleistenden nach ihrem mindestens sechsmonatigen Dienst automatisch der Reserve zugeordnet, es sei denn, sie werden Zeit- oder Berufssoldaten.

Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums sagte dem RND, die neue „Strategie der Reserve“ befinde sich „in der finalen Phase“. „Wir werden noch im April, nach Billigung des Dokumentes durch den Bundesminister und der Unterrichtung des Parlamentes, hierzu weiter informieren können.“ Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte Ende Februar im Bundestag zudem ein Reservestärkungsgesetz noch für diesen Sommer angekündigt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundeswehr-Soldaten am 01.04.2026

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Präsident des Reservistenverbandes beklagt Mängel bei der Betreuung von Reservisten
  • Verbesserung der Prozesse gefordert, insbesondere bei der Sicherheitsüberprüfung
  • Reserve soll laut Sensburg dreimal größer sein als die reguläre Truppe, Ziel von 800.000 bis 900.000 Soldaten genannt

Warum ist das wichtig?

  • Verbesserung der Betreuung von Reservisten ist entscheidend für Rekrutierung und Motivation
  • Notwendigkeit der Planungssicherheit für Übungen, um Vertrauen und Verlässlichkeit zu schaffen
  • Ausreichende Reservistenstärke ist für die Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr unerlässlich

Wer ist betroffen?

  • Reservisten
  • Bundeswehr
  • Verteidigungsministerium

Zahlen/Fakten?

  • Bundeswehr plant Aufwuchs auf 200.000 Reservisten
  • Reservistenverbandschef fordert 800.000 bis 900.000 Reservisten
  • Rund 60.000 Reservisten sind aktuell beordert

Wie geht’s weiter?

  • Verbesserung der Betreuungsprozesse für Reservisten anstreben
  • Informationen zur neuen "Strategie der Reserve" im April erwarten
  • Einführung eines Reservestärkungsgesetzes für diesen Sommer angekündigt
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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