Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaftliche Entlastungsmaßnahmen in Berlin
Berlin () – Die Bundesregierung schließt es nicht aus, dass Arbeitgeber mehr Zeit bekommen werden, die geplante steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro an ihre Beschäftigten auszuzahlen.
Der Gesetzesvorschlag orientiere sich an der Inflationsausgleichsprämie, sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums am Mittwoch der . Diese konnte von Ende 2022 bis Ende 2024 ausgezahlt werden, während für den neuen Krisenbonus bisher nur das laufende Jahr als Zeitraum angegeben wird.
Der Sprecher räumte ein, dass bei der Inflationsausgleichsprämie ein längerer Zeitraum vorgesehen war. „Ich will jetzt nicht das Strucksche Gesetz zitieren, aber natürlich ist das jetzt ein Auftakt einer Gesetzesberatung“, fügte er hinzu. Es könne sehr gut sein, dass über den Zeitraum noch im parlamentarischen Verfahren beraten werde. Auch mit den Sozialpartnern werde darüber noch gesprochen. „Das ist etwas, was dem Bundesfinanzminister auch sehr wichtig ist.“
Der grundsätzliche Ansatz der Bundesregierung aus dem Beschluss vom letzten Wochenende sei es gewesen, „Sofortmaßnahmen“ zu treffen, die sehr schnell wirken könnten, so der Sprecher. Der Krisenbonus sei dabei eine Maßnahme, „mit der auch Arbeitgeber und Unternehmen in dieser Krise zeigen können, dass sie Verantwortung übernehmen und ihre Beschäftigten gerade in dieser Krise unterstützen“. Das sei freiwillig und müsse nicht gemacht werden.
Ob der Bund als Arbeitgeber selbst die Prämie auszahlen wird, ist unterdessen offenbar noch nicht entschieden. Das müsse innerhalb der Bundesregierung und auch der Koalition geklärt werden, sagte ein Sprecher des für den öffentlichen Dienst zuständigen Innenministeriums. Ob die Bundesminister die Prämie erhalten werden, ist ebenfalls noch offen. Der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille sagte der , dass er dazu derzeit „nichts weiß“ und daher auch nichts sagen könne.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundesfinanzministerium (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bundesregierung erwägt längeren Zeitraum für steuerfreie Prämie von bis zu 1.000 Euro an Beschäftigte.
- Gesetzesvorschlag orientiert sich an Inflationsausgleichsprämie, die bis Ende 2024 ausgezahlt werden konnte.
- Entscheidung über Auszahlung der Prämie durch den Bund als Arbeitgeber noch offen.
Warum ist das wichtig?
- Möglichkeit der Verlängerung der Prämienauszahlungsfrist für Arbeitgeber
- Sofortmaßnahmen zur Unterstützung der Beschäftigten in Krisenzeiten
- Signal für soziale Verantwortung von Arbeitgebern und Unternehmen
Wer ist betroffen?
- Arbeitgeber
- Beschäftigte
- Bundesministerium
Zahlen/Fakten?
- bis zu 1.000 Euro Entlastungsprämie
- Auszahlungszeitraum bisher auf das laufende Jahr festgelegt
- Inflationsausgleichsprämie konnte von Ende 2022 bis Ende 2024 ausgezahlt werden
Wie geht’s weiter?
- Arbeitgeber könnten mehr Zeit für die Auszahlung der Prämie erhalten.
- Zeitraum für den neuen Krisenbonus könnte im parlamentarischen Verfahren verlängert werden.
- Weitere Gespräche mit Sozialpartnern stehen an.
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