Politik: Rentenkommission in Berlin
Berlin () – Der CDU-Abgeordnete und Vorsitzende der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Pascal Reddig, wertet die Arbeit der Rentenkommission als Erfolg. „Durch den Druck, den wir in der Debatte erzeugt haben, ist jetzt ein deutlich schnelleres und vor allem gutes Ergebnis gelungen“, sagte Reddig der Zeitung „Das Parlament“, die vom Bundestag herausgegeben wird. Der Beitragssatz werde 2028 zwar steigen, er könne aber in den 2030er-Jahren stabilisiert oder sogar gesenkt werden. „Damit schaffen wir eine Trendwende.“
Heftige Widerstände haben die Vorschläge der Kommission zur geplanten Integration von Minijobs in die reguläre Sozialversicherung ausgelöst. Gastronomie und Handel protestieren besonders massiv. Reddig hält dagegen: „Es geht nicht darum, diese Beschäftigungsmöglichkeiten abzuschaffen, sondern darum, sie in die regulären Systeme einzubeziehen.“ Das soll insbesondere Selbstständige und Minijobber besser im Alter absichern. Im Gesetzgebungsverfahren müsse man aber „eine praxistaugliche Lösung formulieren“.
Als wichtige neue Säule befürwortet Reddig die sogenannte „Schwedenrente“, eine kapitalgedeckte Lösung innerhalb der Rentenversicherung. Sie sei einfacher umzusetzen als eine verpflichtende Betriebsrente und könne mittelfristig das Rentenniveau deutlich erhöhen.
Reddig sagte, dass die Reform ein „ausgewogener Kompromiss“ sei. Union und SPD hätten Positionen räumen müssen. „Hinter unserer Idee kann sich eine breite Mitte der Bevölkerung versammeln.“ Besonders warnt er vor dem Herausnehmen einzelner Elemente: Die Maßnahmen hätten diverse Wechselwirkungen; wer einen Baustein herausnehme, gefährde „die Statik und Balance der Gesamtkonstruktion“.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Pascal Reddig (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Pascal Reddig wertet die Arbeit der Rentenkommission als Erfolg, weil dadurch eine deutlich schnellere und gute Ergebnislage erreicht wurde
- Der Beitragssatz soll 2028 zwar steigen, danach aber in den 2030er-Jahren stabilisiert oder gesenkt werden; das soll eine Trendwende schaffen
- Reddig befürwortet die Einbindung von Minijobs in die reguläre Sozialversicherung und eine „Schwedenrente“ als neue Säule der Reform, warnt aber davor, einzelne Maßnahmen aus dem Gesamtkonzept herauszunehmen
Warum ist das wichtig?
- Durch die Arbeit der Rentenkommission soll ein deutlich schnelleres und gutes Reform-Ergebnis erreicht werden, mit Möglichkeit zur Stabilisierung oder Senkung des Beitragssatzes in den 2030er-Jahren
- Minijobs sollen in die reguläre Sozialversicherung integriert werden, damit Selbstständige und Minijobber im Alter besser abgesichert sind
- Die „Schwedenrente“ als kapitalgedeckte Säule soll mittelfristig das Rentenniveau erhöhen und ist einfacher umsetzbar als eine verpflichtende Betriebsrente
Wer ist betroffen?
- Pascal Reddig (CDU-Abgeordneter, Vorsitzender der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion)
- Gastronomie und Handel
- Selbstständige und Minijobber
Zahlen/Fakten?
- Beitragssatz soll 2028 steigen, in den 2030er-Jahren stabilisiert oder gesenkt werden
- Reform soll das Rentenniveau mittelfristig deutlich erhöhen
- Reform wird als „ausgewogener Kompromiss“ bezeichnet; Maßnahmen haben Wechselwirkungen, Herausnehmen einzelner Elemente gefährdet „Statik und Balance“
Wie geht’s weiter?
- Der Beitragssatz soll 2028 zwar steigen, sich danach aber in den 2030er-Jahren stabilisieren oder sogar senken lassen für eine Trendwende
- Minijobs sollen in die reguläre Sozialversicherung einbezogen werden, damit Selbstständige und Minijobber im Alter besser abgesichert sind
- Schwedenrente als kapitalgedeckte Säule soll mittelfristig das Rentenniveau erhöhen; wichtig ist ein ausgewogener Gesamtkern ohne Herausnehmen einzelner Elemente
- Berichte: Linnemann übernimmt BMG, Warken Kanzleramt - 23. Juli 2026
- Dax lässt deutlich nach – Rohölpreis steigt über 100 US-Dollar - 23. Juli 2026
- Zehneinhalb Jahre Haft nach Messerattacke auf Ex-Partnerin und deren Bekannten - 23. Juli 2026
