Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik: Ungarns Position zum Ukraine-Kredit
Brüssel () – Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat kurz vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel keine Kompromissbereitschaft mit Blick auf den geplanten 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine signalisiert.
Er werde keine pro-ukrainischen Entscheidungen bei dem Gipfel unterstützen, bevor die Frage der gestoppten Öllieferungen an Ungarn nicht geklärt sei, sagte er am Donnerstag bei seiner Ankunft am Gipfelort. Hintergrund ist, dass durch die Druschba-Pipeline in der Ukraine wegen Schäden seit mehreren Wochen kein russisches Öl mehr nach Ungarn fließt. Orban macht dafür die Ukraine verantwortlich.
Eigentlich hatte Orban dem Kredit beim Gipfel im Dezember bereits zugestimmt, später aber sein Veto eingelegt. Die EU-Kommission hatte zuletzt angekündigt, eigene Experten in die Ukraine zu schicken, die bei der Reparatur der Pipeline unterstützen sollen. Das reicht Orban aber offenbar nicht. Er werde seine Meinung erst ändern, sobald tatsächlich wieder Öl in Ungarn ankomme, sagte der ungarische Regierungschef.
Unter den anderen Mitgliedstaaten hat das Verhalten Orbans für schwere Irritationen gesorgt. Es gilt als Novum, dass eine Zustimmung bei einem Gipfel im Anschluss wieder zurückgenommen wird. Kritiker werfen Orban vor, das Thema für seinen laufenden Wahlkampf zu nutzen: In Ungarn stehen am 12. April Parlamentswahlen an.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Viktor Orbán am 19.03.2026 |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Viktor Orban signalisiert keine Kompromissbereitschaft bezüglich des 90-Milliarden-Euro-Kredits für die Ukraine.
- Ursache ist die Unterbrechung der Öllieferungen aus der Ukraine aufgrund von Schäden an der Druschba-Pipeline.
- Orban hat zuvor dem Kredit zugestimmt, später jedoch sein Veto eingelegt, was bei anderen Mitgliedstaaten Irritationen ausgelöst hat.
Warum ist das wichtig?
- Signalisiert Mangel an Kompromissbereitschaft in EU-Angelegenheiten
- Beeinflusst politische Stabilität und Zusammenarbeit innerhalb der EU
- Könnte als strategisches Manöver im Hinblick auf bevorstehende Wahlen interpretiert werden
Wer ist betroffen?
- Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban
- Ukraine
- EU-Mitgliedstaaten
Zahlen/Fakten?
- 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine
- Druschba-Pipeline seit mehreren Wochen ohne russisches Öl
- Parlamentswahlen in Ungarn am 12. April
Wie geht’s weiter?
- Orban signalisiert keine Kompromissbereitschaft für den 90-Milliarden-Euro-Kredit.
- Entscheidung abhängig von Klärung der Öllieferungen aus der Ukraine.
- Weitere Schritte der EU-Kommission zur Reparatur der Pipeline abwarten.
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