Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Kommunale Finanzkrise in Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf () – Die Finanznot der Kommunen in NRW hat sich innerhalb eines Jahres weiter dramatisch verschärft. Das Defizit der Haushalte sei laut neuester Kassenstatistik im vergangenen Jahr auf 9,4 Milliarden Euro gestiegen, erklärte der Vorsitzende des Städtetages NRW, Hamms Oberbürgermeister Marc Herter (SPD), der WAZ (Montagausgabe). „Das sind noch einmal 37,5 Prozent mehr als noch 2024. Es ist eigentlich schon fünf nach zwölf“, sagte Herter.
Die kommunalen Haushalte seien „im freien Fall“. Die Landesregierung solle als Soforthilfe den sogenannten Verbundsatz für die Kommunen im Gemeindefinanzierungsgesetz auf 28 Prozent anheben. „Dann würde das Land, das in den vergangenen Jahren stets Überschüsse erwirtschaften konnte, weitere 3,6 Milliarden Euro an die Kommunen abgeben und damit einen fairen Beitrag zur kommunalen Aufgabenlast leisten“, forderte der Städtetag-Chef gegenüber der WAZ.
Vom Bund fordern die Städte eine jährliche Soforthilfe von 30 Milliarden. Das entspreche in etwa dem Defizit aller Städte, Gemeinden und Landkreise. Finanziert werden soll das durch einen erhöhten Anteil der Kommunen an den Umsatzsteuereinnahmen. „Die städtischen Haushalte in NRW ächzen vor allem unter den vielen Aufgaben, die der Bund und das Land ihnen übertragen haben, ohne gleichzeitig für eine ausreichende Finanzierung zu sorgen“, kritisierte Herter gegenüber der WAZ.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Defizit der kommunalen Haushalte in NRW steigt auf 9,4 Milliarden Euro.
- Kommunale Haushalte befinden sich im "freien Fall".
- Städtetag fordert Soforthilfe von Bund und Landesregierung.
Warum ist das wichtig?
- Dramatische Verschärfung der Finanznot der Kommunen in NRW
- Erheblicher Anstieg des Defizits auf 9,4 Milliarden Euro
- Notwendigkeit für Soforthilfen und faire Beteiligung an den Steuereinnahmen
Wer ist betroffen?
- Kommunen in NRW
- Städte, Gemeinden und Landkreise
- Landesregierung und Bund
Zahlen/Fakten?
- Defizit der Haushalte in NRW auf 9,4 Milliarden Euro gestiegen
- Anstieg von 37,5 Prozent im Vergleich zu 2024
- Forderung nach jährlicher Soforthilfe vom Bund von 30 Milliarden Euro
Wie geht’s weiter?
- Anhebung des Verbundsatzes für Kommunen auf 28 Prozent als Soforthilfe anfordern
- Jährliche Soforthilfe vom Bund von 30 Milliarden Euro fordern
- Erhöhung des Anteils der Kommunen an den Umsatzsteuereinnahmen zur Finanzierung vorschlagen
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