Linke kritisiert steigende Zahl an Sonntagsbeschäftigten

5. August 2026
1 min Lesezeit

Politik in : Kritik an Sonntagsarbeit

Berlin () – Die Linken-Politikerin Anne Zerr hat die steigende Zahl der Sonn- und Feiertagsbeschäftigen kritisiert. Außerdem gebe es immer mehr rechtswidrige Sonn- und Feiertagsarbeit und immer mehr Beschäftigte seien von behördlich genehmigten Ausnahmen für Sonn- und Feiertagsbeschäftigung betroffen, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). Die Kontrollen gingen immer weiter zurück.

Sie kritisierte die geplante weitere Lockerung des Arbeitszeitgesetzes. „Das Arbeitszeitgesetz ist heute schon löchrig wie ein Schweizer Käse und wird vielerorts nicht eingehalten“, so Zerr.

Die Zahl der Beschäftigten, die per Ausnahmegenehmigung an Sonn- und Feiertagen arbeiten müssen, hat sich seit 2015 mehr als verdoppelt. Sie stieg von rund 25.000 im Jahr 2015 auf gut 51.700 Beschäftigte im Jahr 2025. Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag hervor, über die die Zeitung berichtet.

Die Zahl der festgestellten Verstöße wegen illegaler Sonn- und Feiertagsarbeit ist demnach von 2015 bis 2025 zugleich um mehr als 1.600 Prozent auf 98 Fälle gestiegen. Allerdings erfassen lediglich sechs Bundesländer diese Fälle.

Bundesweit sank der Ministeriumsantwort zufolge die Zahl der Arbeitszeitkontrollen im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um rund elf Prozent von 14.529 auf 12.972 und gegenüber 2015 um 23 Prozent von 16.878 auf 12.972.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Anne Zerr (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Linke kritisiert steigende Zahl an Sonntagsbeschäftigten

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Linken-Politikerin Anne Zerr kritisiert die steigende Zahl der Sonn- und Feiertagsbeschäftigten sowie rechtswidrige Sonn- und Feiertagsarbeit
  • Zahl der Beschäftigten mit behördlich genehmigten Ausnahmen stieg seit 2015 von rund 25.000 auf gut 51.700 im Jahr 2025; gleichzeitig gingen Arbeitszeitkontrollen zurück und Verstöße nahmen zu

Warum ist das wichtig?

  • Wegen steigender und rechtswidriger Sonn- und Feiertagsarbeit sind immer mehr Beschäftigte von Ausnahmegenehmigungen betroffen und Kontrollen nehmen ab
  • Die geplante weitere Lockerung des Arbeitszeitgesetzes ist problematisch, weil das Gesetz laut Aussage vielerorts bereits nicht eingehalten wird
  • Zunehmende Verstöße und rückläufige Arbeitszeitkontrollen erschweren die Durchsetzung von Schutzregeln an Sonn- und Feiertagen

Wer ist betroffen?

  • Beschäftigte, die per behördlich genehmigter Ausnahmen an Sonn- und Feiertagen arbeiten müssen
  • Beschäftigte von rechtswidriger Sonn- und Feiertagsarbeit
  • Bundesländer, die Verstöße wegen illegaler Sonn- und Feiertagsarbeit erfassen

Zahlen/Fakten?

  • 25.000 Beschäftigte 2015 auf gut 51.700 im Jahr 2025 (Ausnahmegenehmigungen für Sonn- und Feiertagsarbeit)
  • Verstöße wegen illegaler Sonn- und Feiertagsarbeit stiegen von 2015 bis 2025 um mehr als 1.600 Prozent auf 98 Fälle
  • Arbeitszeitkontrollen: 2024 12.972 (gegenüber 2015: 12.972) und 2024 gegenüber Vorjahr um rund 11 Prozent von 14.529 auf 12.972

Wie geht’s weiter?

  • Weitere Lockerungen des Arbeitszeitgesetzes werden kritisiert, da es oft nicht eingehalten wird
  • Kontrollen von Sonn- und Feiertagsarbeit gehen weiter zurück
  • Zahl der Ausnahmebeschäftigten und Verstöße hat seit 2015 stark zugenommen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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