Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitspolitik in Berlin: Finanzielle Herausforderungen
Berlin () – Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) steht dem größten Reformvorschlag der Expertenkommission für die gesetzliche Krankenversicherungen skeptisch gegenüber. Die Gesundheitskosten im Bürgergeld ganz aus Steuermitteln statt über Sozialbeiträge zu bezahlen, würde rund zwölf Milliarden kosten, sagte Klingbeil der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe).
Er habe zwar per se nichts dagegen, erklärte der SPD-Chef. Doch der Haushalt habe jetzt schon Lücken. „Die werden nicht kleiner, wenn wir noch mehr Geld herausnehmen“, so Klingbeil.
Der Vorschlag der Kommission sei daher keine echte Entlastung, sondern eine Milchmädchenrechnung. „Es bringt nichts, Lücken von A nach B zu schieben. Wir müssen die generell schließen“, sagte er.
Die Finanzkommission Gesundheit hat im kürzlich vorgelegten Bericht gefordert, dass der Bund die Gesundheitskosten von Bürgergeldempfängern komplett übernimmt, weil es sich um eine versicherungsfremde Leistung handele. Es ist der Expertenvorschlag mit dem größten Finanzvolumen. Ein höherer Steuerzuschuss würde die Beiträge für gesetzlich Versicherte senken und stattdessen auch privat Versicherte zur Finanzierung heranziehen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Krankenhaus (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Finanzminister Lars Klingbeil ist skeptisch gegenüber dem Reformvorschlag zur Finanzierung der Gesundheitskosten über Steuermittel.
- Der Vorschlag würde rund zwölf Milliarden kosten und löst laut Klingbeil keine Haushaltslücken.
- Der Expertenvorschlag sieht vor, dass der Bund die Gesundheitskosten für Bürgergeldempfänger komplett übernimmt.
Warum ist das wichtig?
- Skepsis gegenüber hohen Kosten von 12 Milliarden Euro
- Notwendigkeit, Haushaltslücken zu schließen
- Vorschlag wird als unzureichend für echte Entlastung angesehen
Wer ist betroffen?
- Bürgergeldempfänger
- gesetzlich Versicherte
- privat Versicherte
Zahlen/Fakten?
- Kosten von rund zwölf Milliarden Euro für den Vorschlag der Expertenkommission
- Haushalt hat bereits Lücken, die durch zusätzlichen Finanzbedarf nicht kleiner werden
- Vorschlag wird als Milchmädchenrechnung bezeichnet, da Lücken nur von A nach B geschoben werden
Wie geht’s weiter?
- Skeptische Haltung von Finanzminister Klingbeil zur Übernahme der Gesundheitskosten aus Steuermitteln
- Notwendigkeit, bestehende Haushaltslücken zu schließen
- Expertenvorschlag könnte zu höheren Steuerzuschüssen führen
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