Kiesewetter verlangt von Steinmeier Gespräche über Pflichtjahr

13. März 2026
1 min Lesezeit

Kiesewetter verlangt von Steinmeier Gespräche über Pflichtjahr

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaftliche Debatte über Pflichtdienst in Deutschland

() – CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter schlägt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor, eine Debatte über ein gesellschaftliches Pflichtjahr zu beginnen. „Ich wünschte mir Spitzengespräche zwischen Kirchen, Gewerkschaften und Politik“, sagte Kiesewetter der „Welt“ (Samstagausgabe). „Der Bundespräsident könnte dazu in seinem letzten Amtsjahr einladen.“

Die Debatte über eine Wehrpflicht greife zu kurz. „Wir müssen nicht über Wehrpflicht, sondern über ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr reden“, so Kiesewetter.

Umfragen zeigten, dass ein Teil der wehrfähigen Bevölkerung im Fall eines Angriffs das Land verlassen würde. „Denen müssen wir ein Angebot machen. Ja, das ist teuer. Aber wenn es um Kriegsverhinderung geht, brauche ich Wehrhaftigkeit. Wir sind meilenweit weg davon“, sagte der CDU-Abgeordnete. „Deshalb ist ein Dienst wichtig, der den Menschen eine Pflicht auferlegt, aber ein Wahlrecht bietet: Bevölkerungsschutz, Katastrophenschutz, Pflegeassistenz, Blaulichtorganisationen, Integrations- und Bildungsarbeit – und Wehrdienst.“

Zuletzt hatte die Bundesregierung die Wahlmöglichkeiten bei Freiwilligendiensten eingeschränkt: Wie das Auswärtige Amt unter Leitung von Johann Wadephul (CDU) mitteilte, soll der Freiwilligendienst „Kulturweit“ eingestellt werden, um rund 5 Millionen Euro jährlich zu sparen.

Kiesewetter erklärte, derzeit brauche die Bundeswehr 20.000, in einigen Jahren 60.000 junge Frauen und Männer für den Wehrdienst. „Das ist machbar – ein Jahrgang hat etwa 800.000 Menschen. Aber die Debatte darauf zu verengen, betäubt eine ganze Gesellschaft, weil es nicht um Krisenresilienz geht“, sagte Kiesewetter. „Es geht nicht darum, Kriegsfreude zu wecken, sondern klarzumachen: Wenn wir Krieg verhindern wollen, müssen wir wehrhaft sein.“

Dass sich die Politik so schwertue, diese Debatte zu beginnen, liege an fehlendem politischem Willen, „den Menschen scheinbare Zumutungen als Chance zu vermitteln, um dieses Land wehrhafter zu machen und zu einem besseren Partner unserer Alliierten“. Es brauche mehr Mut zur Wahrheit. „Wir müssen der Bevölkerung klarer sagen, was ist, sagte er. Wollen wir uns länger gefallen lassen, dass täglich Drohnenüberflüge von russischen Schiffen über deutschen Häfen und Elektrizitätswerken stattfinden?“

Es heiße oft, sei nicht im Krieg mit Russland. „Aber Russland sieht sich im Krieg mit uns – und es führt diesen Krieg“, so Kiesewetter. „Wir müssen der Bevölkerung erklären: Russland definiert Krieg seit 2013, der Gerassimow-Doktrin, als hybride Informationsverfälschung, zivile Sabotage und militärische Expansion.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Soldaten der Bundeswehr (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Roderich Kiesewetter schlägt ein gesellschaftliches Pflichtjahr vor.
  • Debatte über Wehrpflicht soll durch verpflichtendes Gesellschaftsjahr ersetzt werden.
  • Bundeswehr benötigt in den nächsten Jahren 60.000 junge Menschen für den Wehrdienst.

Warum ist das wichtig?

  • Erhöhung der Wehrhaftigkeit zur Kriegsverhinderung
  • Gesellschaftliches Pflichtjahr könnte Krisenresilienz stärken
  • Notwendigkeit der politischen Willensbildung zur Debatte über Wehrpflicht und Pflichten in der Gesellschaft

Wer ist betroffen?

  • wehrfähige Bevölkerung
  • junge Frauen und Männer für den Wehrdienst
  • Bevölkerung in Bezug auf gesellschaftliches Pflichtjahr

Zahlen/Fakten?

  • 20.000 junge Frauen und Männer benötigt die Bundeswehr derzeit für den Wehrdienst, in einigen Jahren 60.000
  • Um etwa 5 Millionen Euro jährlich zu sparen, soll der Freiwilligendienst "Kulturweit" eingestellt werden
  • Ein Jahrgang hat etwa 800.000 Menschen

Wie geht’s weiter?

  • Diskussion über ein gesellschaftliches Pflichtjahr anstoßen
  • Anbieten von Wahlmöglichkeiten im Dienst (z.B. Bevölkerungsschutz, Pflegeassistenz)
  • Notwendigkeit der Wehrhaftigkeit zur Kriegsverhinderung betonen
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