Grüne fordern höheren Spitzensteuersatz

14. Mai 2026
1 min Lesezeit

Grüne fordern höheren Spitzensteuersatz

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Steuerreform-Debatte in Berlin: Grüne Vorschläge

() – Die Grünen haben in der Debatte um eine Steuerreform die Anhebung des Spitzensteuersatzes auf 45 Prozent ab zu versteuernden Jahreseinkommen von 120.000 Euro vorgeschlagen. Der Satz solle ab 250.000 Euro auf 48 Prozent steigen, sagte Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe).

Zudem sollten der Grundfreibetrag um 500 Euro und der Arbeitnehmerpauschbetrag auf 1.500 Euro steigen. Damit würden geringere Einkommen entlastet, während die Gegenfinanzierung durch die höhere Besteuerung am oberen Ende sichergestellt sei, sagte Audretsch. „Das bedeutet für eine durchschnittliche Familie mit zwei Kindern eine Entlastung von rund 120 bis 150 Euro im Jahr“, sagte er. Personengesellschaften sollten durch die Weiterentwicklung des steuerlichen Optionsmodells vor Mehrbelastungen geschützt werden.

Der Grünen-Politiker übte zugleich scharfe Kritik an Ankündigungen vor allem der Union, die aus Haushaltsgründen nicht erfüllt werden könnten. „Die Vorschläge der Union kosten 30 Milliarden Euro und würden vor allem die mit den höchsten Einkommen entlasten. Das ist ungerecht und vor allem glaubt niemand, dass das kommt“, sagte Audretsch. „Friedrich Merz weiß nicht, wie er die 30 Milliarden Euro finanzieren will. Er baut Luftschlösser und wird das Land bitter enttäuschen.“ Audretsch sagte weiter: „Wir Grüne machen einen fairen und umsetzbaren Gegenvorschlag: Wir entlasten die breite Bevölkerung und sorgen dafür, dass Unternehmen nicht stärker belastet werden.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Finanzamt (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Grüne schlagen Anhebung des Spitzensteuersatzes auf 45 Prozent ab 120.000 Euro vor.
  • Grundfreibetrag soll um 500 Euro und Arbeitnehmerpauschbetrag auf 1.500 Euro steigen.
  • Kritik an Vorschlägen der Union, die als ungerecht und finanziell unrealistisch bezeichnet werden.

Warum ist das wichtig?

  • Anhebung des Spitzensteuersatzes zur gerechteren Verteilung der Steuerlast
  • Entlastung für Familien mit geringeren Einkommen
  • Schutz von Personengesellschaften vor Mehrbelastungen

Wer ist betroffen?

  • Arbeitnehmer mit Jahrenseinkommen über 120.000 Euro
  • Durchschnittliche Familien mit zwei Kindern
  • Personengesellschaften

Zahlen/Fakten?

  • Anhebung des Spitzensteuersatzes auf 45 % ab 120.000 Euro Jahreseinkommen
  • Spitzensteuersatz steigt auf 48 % ab 250.000 Euro
  • Entlastung für durchschnittliche Familie mit zwei Kindern: rund 120 bis 150 Euro im Jahr

Wie geht’s weiter?

  • Anhebung des Spitzensteuersatzes auf 45 Prozent ab 120.000 Euro Einkommen
  • Erhöhung des Grundfreibetrags und Arbeitnehmerpauschbetrags
  • Schutz von Personengesellschaften vor Mehrbelastungen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Don't Miss