Generalinspekteur: Russland könnte Nato 2029 testen

15. Mai 2026
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Generalinspekteur: Russland könnte Nato 2029 testen

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Sicherheitspolitik in Berlin: NATO und Russland

() – Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, rechnet damit, dass Russland spätestens 2029 die Nato militärisch testen könnte. „Die verschiedenen Indikatoren – Aufrüstung, Personalaufbau, wirtschaftliche und politische Entwicklungen – laufen auf einen Punkt zu: 2029. Könnte es früher passieren? Ja“, sagte Breuer der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitagsausgabe).

Angesichts von Truppenabzügen und unklaren Signalen aus Washington bekräftigten Breuer und sein britischer Amtskollege Richard Knighton: Die Nato stehe zusammen. „Unser Problem ist in Moskau und nirgendwo anders“, sagte Breuer. brauche deshalb bereits heute eine sogenannte „Fight-Tonight-Fähigkeit“, also die Fähigkeit, sofort einsatzbereit zu sein.

Deutschland und Großbritannien hatten im Oktober 2024 eine Verteidigungsvereinbarung geschlossen, das sogenannte Trinity House-Abkommen, welches eine engere Kooperation bei Abschreckung, Einsatzbereitschaft und Rüstungsindustrie vorsieht. Der Generalinspekteur und der britische Generalstabschef machten deutlich, ihre Streitkräfte seien bereits heute in der Lage, gemeinsam zu kämpfen – beispielhaft stehe dafür die gemeinsame Luftraumüberwachung im Baltikum oder die enge Zusammenarbeit im Nato-Seeverband.

Zur Frage einer europäischen Nuklearabschreckung unter Einbindung Deutschlands zeigte sich Breuer zurückhaltend. „Neue militärische Konstrukte braucht es dafür zunächst nicht“, sagte er. Knighton sagte, die britische Nuklearkapazität bleibe vollständig in die Nato eingebettet.

Zugleich bestätigte Breuer, dass die unter US-Präsident Biden geplante Stationierung des Long Range Fires Bataillons in Deutschland offenbar nicht zustande kommt. „Das ist ein strategisches Thema“, sagte Breuer. Ursprünglich sollten die US-Raketen die Zeit überbrücken, bis Deutschland eigene Fähigkeiten aufgebaut hat, um sich auch auf weite Distanzen zur Wehr setzen zu können. Nun prüfe man „mit Hochdruck Übergangslösungen“, darunter den Kauf marktverfügbarer Systeme. Breuer war dazu vorletzte Woche im Pentagon. Ende des Monats reist Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nach Washington, um weiter für den Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern zu werben.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Carsten Breuer (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Carsten Breuer warnt, dass Russland bis 2029 die NATO militärisch testen könnte.
  • Deutschland benötigt eine sofort einsatzbereite "Fight-Tonight-Fähigkeit".
  • Die geplante Stationierung des Long Range Fires Bataillons in Deutschland kommt offenbar nicht zustande.

Warum ist das wichtig?

  • Mögliche militärische Tests Russlands an der NATO bis 2029 erfordern proaktive Verteidigungsstrategien.
  • Die Kooperation zwischen Deutschland und Großbritannien stärkt die Einsatzbereitschaft und Abschreckung.
  • Notwendigkeit sofort einsatzbereiter Streitkräfte in Deutschland zeigt die erhöhte geopolitische Unsicherheit.

Wer ist betroffen?

  • Russland
  • Deutschland
  • Großbritannien

Zahlen/Fakten?

  • Russland könnte spätestens 2029 die Nato militärisch testen.
  • Deutschland und Großbritannien schlossen im Oktober 2024 eine Verteidigungsvereinbarung.
  • Die US-Stationierung des Long Range Fires Bataillons in Deutschland kommt offenbar nicht zustande.

Wie geht’s weiter?

  • Überprüfung von Übergangslösungen für weite Verteidigungskapazitäten
  • Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Großbritannien im Rahmen des Trinity House-Abkommens
  • Verteidigungsminister Pistorius reist nach Washington für Tomahawk-Kaufgespräche
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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