Frankreich: Le Pen will zur Präsidentschaftswahl 2027 antreten

7. Juli 2026
1 min Lesezeit

Frankreich: Le Pen will zur Präsidentschaftswahl 2027 antreten

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politische Ambitionen von Marine Le Pen in Frankreich

Paris () – Die französische Rechtsaußen-Politikerin Marine Le Pen will zur Präsidentschaftswahl 2027 antreten – und vorher noch eine Aufhebung des gegen Sie verhängten Urteils. Sie halte sich für unschuldig und werde alle Rechtsmittel ausschöpfen, sagte Le Pen am Dienstagabend in einem mit Spannung erwarteten beim französischen Fernsehsender TF1.

Ein Gericht in hatte Le Pen am Dienstag in einem Berufungsverfahren wegen ‌der Veruntreuung von EU- zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt. Zwei Jahre ‌davon wurden zur Bewährung ausgesetzt, die verbleibende Zeit muss sie eine Fußfessel tragen. Damit könnte sie bei der Präsidentschaftswahl im ⁠April ⁠2027 antreten.

Sie danke dem Gericht, dass es den Franzosen ihre Wahlfreiheit wiedergegeben habe, sagte sie bei TF1. Es bleibe aber dabei, dass sie mit Fußfessel keinen Wahlkampf machen wolle. Sie setze darauf, dass der Kassationsgerichtshof, das höchste Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit, das Urteil aufhebe.

Nach eigenen Worten will Le Pen zusammen mit ihrem politischen „Ziehsohn“ Jordan Bardella als „Duo“ antreten – sie als Präsidentin, er als Premierminister. „Die Franzosen werden das letzte Wort haben“, sagte Le Pen auf TF1.

Die 57-Jährige beschrieb ihre Zusammenarbeit mit dem 30-jährigen Bardella als eingespielt. Beide teilten den Willen, „den Riesen Frankreich von den Fesseln zu befreien“, die durch Jahrzehnte schlechter Politik entstanden seien. Die Themen ihrer Kampagne – Sicherheit, Schule, Gesundheit, Desindustrialisierung – blieben unverändert.

Auf die Frage, ob sie einen möglichen endgültigen Schuldspruch fürchte, antwortete Le Pen: „Wir werden sehen“ und: Es gebe „kein Szenario mehr“, in dem sie nicht kandidieren könne. Bardella jedenfalls stehe „zu 100 Prozent“ hinter ihr.

Frankreich diskutiert seit Wochen, ob Bardella womöglich selbst als Präsidentschaftskandidat antritt. Parteichef des Rassemblement National ist er bereits – und er schneidet in Umfragen auch etwas besser ab, wenngleich der Unterschied gering ist. Laut einer Umfrage des Hörfunksenders RTL von Mai würde er als Kandidat im ersten Wahlgang 34 oder 35 Prozent der abgegebenen Stimmen erreichen, Le Pen hingegen nur 32 bis 33 Prozent.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Marine Le Pen im Interview auf TF1 am 07.07.2026

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Marine Le Pen will 2027 zur Präsidentschaftswahl antreten und fordert die Aufhebung ihres Urteils.
  • Sie wurde wegen Veruntreuung von EU-Geldern zu einer dreijährigen Haftstrafe, davon zwei Jahre auf Bewährung, verurteilt.
  • Le Pen plant, als Duo mit Jordan Bardella anzutreten, der Premierminister werden soll.

Warum ist das wichtig?

  • Bedeutung der Aufhebung des Urteils für Le Pens Präsidentschaftswahl 2027
  • Politische Zusammenarbeit mit Jordan Bardella zur Stärkung der Wahlchancen
  • Kontinuität der Kampagnenthemen wie Sicherheit und Gesundheit

Wer ist betroffen?

  • Marine Le Pen
  • Jordan Bardella
  • Wähler in Frankreich

Zahlen/Fakten?

  • Marine Le Pen wurde in einem Berufungsverfahren zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt, davon zwei Jahre zur Bewährung.
  • Sie plant, zur Präsidentschaftswahl im April 2027 anzutreten.
  • Laut einer Umfrage würde Jordan Bardella im ersten Wahlgang 34 oder 35 Prozent und Le Pen 32 bis 33 Prozent der Stimmen erreichen.

Wie geht’s weiter?

  • Le Pen will gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen
  • Sie plant, mit Bardella als Duo zur Präsidentschaftswahl anzutreten
  • Themen der Kampagne bleiben Sicherheit, Schule, Gesundheit, Desindustrialisierung
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