Ex-Mossad-Chef zweifelt an militärischem Ende von Iran-Konflikt

11. März 2026
1 min Lesezeit

Ex-Mossad-Chef zweifelt an militärischem Ende von Iran-Konflikt

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politische Entwicklungen im Nahen Osten

Tel Aviv () – Der frühere Chef des israelischen Auslandsgeheimdiensts Mossad glaubt nicht an ein schnelles militärisches Ende des Konflikts mit dem

Trotz Donald Trumps Ankündigung, dass der Krieg bald enden könnte, würden die USA nicht von Israels Seite weichen, sagte Efraim Halevy dem „Focus“. „Ich glaube nicht, dass wir diesen Punkt erreicht haben.“ Das Verhältnis zwischen dem US-Präsidenten und dem israelischen Premierminister sei derzeit „vielleicht enger als je zuvor“, so Halevy. „Deshalb ist eine grundlegende Divergenz im Moment unwahrscheinlich.“ Aber theoretisch könne allein weiterkämpfen.

Halevy zeigte sich überzeugt, dass sich der Konflikt zwischen Israel und dem Iran langfristig nur politisch lösen lässt, nicht militärisch. „Diese Überlegung ergibt sich weniger aus den aktuellen politischen Realitäten als aus langfristigen geopolitischen Mustern. Denn historisch waren Israel und der Iran nicht immer Gegner“, so Halevy.

Er erinnerte an die engen Beziehungen zwischen beiden Ländern zur Zeit des Schahs. „Es gab sogar eine Art sicherheitspolitisches Dreieck zwischen Israel, der und dem Iran.“ In dieser Zeit habe der Mossad auch das Fundament für seine erfolgreichen Operationen gegen Irans Regime in den vergangenen Jahren gelegt. Viele Kontakte, die zum Aufbau seines verborgenen Netzwerks in der Region beigetragen hätten, seien damals geknüpft worden.

Der frühere Geheimdienst-Chef geht fest von einer größeren Rolle der USA im Nahen Osten aus. „Solange Trump im Amt ist, halte ich das für wahrscheinlich“, sagte Halevy. „Sollten die USA im Iran zur entscheidenden politischen Kraft werden, ergäbe sich eine interessante Situation: Israel als enger Partner der Vereinigten Staaten auf der einen Seite und eines großen Landes wie Iran mit rund 80 Millionen Einwohnern auf der anderen Seite.“ Das würde den USA beträchtlichen Einfluss im Nahen Osten verschaffen.

Halevy leitete den Mossad von 1998 bis 2002. Davor hatte sich der Jurist für den Friedensvertrag zwischen Israel und engagiert, der 1994 unterzeichnet worden war.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Israelische Fahne an der Knesset (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Efraim Halevy glaubt nicht an ein schnelles Ende des Konflikts zwischen Israel und dem Iran.
  • Der frühere Mossad-Chef betont, dass eine politische Lösung langfristig nötig ist.
  • Halevy sieht die USA unter Trump als entscheidenden Akteur im Nahen Osten.

Warum ist das wichtig?

  • Konfliktlösung zwischen Israel und Iran sollte politisch, nicht militärisch erfolgen.
  • Historische Beziehungen zwischen Israel und Iran verdeutlichen das Potenzial für zukünftige Zusammenarbeit.
  • Einfluss der USA im Nahen Osten könnte durch den Konflikt entscheidend wachsen.

Wer ist betroffen?

  • Israel
  • Iran
  • USA

Zahlen/Fakten?

  • Efraim Halevy leitete den Mossad von 1998 bis 2002
  • Iran hat rund 80 Millionen Einwohner
  • Friedensvertrag zwischen Israel und Jordanien wurde 1994 unterzeichnet

Wie geht’s weiter?

  • Langfristige politische Lösung des Konflikts zwischen Israel und Iran angestrebt
  • Erwartung einer größeren Rolle der USA im Nahen Osten
  • Historische Beziehungen zwischen Israel und Iran als mögliche Basis für zukünftige Entwicklungen
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