EU-Migrationsanalyse: Deutschland gehört zu Risikogruppe

11. November 2025
1 min Lesezeit

EU-Migrationsanalyse: Deutschland gehört zu Risikogruppe

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Migration und Asylsystem in Deutschland

Berlin () – gehört laut einer neuen Migrationsanalyse der EU-Kommission zur Risikogruppe der Länder, die unter hohen Migrationsdruck geraten können. Das teilte die Brüsseler Behörde am Dienstag mit.

Konkret sind demnach auch Belgien, , , Irland, Frankreich, Kroatien, Lettland, , die Niederlande, Polen und Finnland von Migrationsdruck bedroht. Gründe sind entweder die hohe Zahl von Ankömmlingen im Vorjahr, die anhaltende Belastung ihrer Aufnahmesysteme oder die Gefahr einer Instrumentalisierung der Migration, die im kommenden Jahr zu unverhältnismäßigen Verpflichtungen führen könnte.

Diese Staaten erhalten vorrangigen Zugang zum EU-Migrationsunterstützungspaket, und ihre Lage wird bei Veränderungen zügig neu bewertet. Zudem plant die Kommission, bald eine Ausschreibung über 250 Millionen Euro zur Unterstützung beim Kauf von Drohnen und Anti-Drohnen-Technologien zu starten.

Griechenland und Zypern stehen laut EU-Kommission unterdessen aufgrund eines „unverhältnismäßigen Anstiegs“ der Ankünfte im letzten Jahr bereits unter Migrationsdruck. und Italien sind ebenfalls betroffen, da sie eine hohe Zahl von Ankünften nach Seenotrettungen verzeichneten. Diese vier Mitgliedstaaten werden ab Mitte 2026 Zugang zum neuen Solidaritätspool der EU haben.

Darüber hinaus sind Bulgarien, Tschechien, Estland, Kroatien, Österreich und Polen aufgrund des kumulierten Drucks der letzten fünf Jahre mit einer erheblichen Migrationssituation konfrontiert. Sie haben die Möglichkeit, einen vollständigen oder teilweisen Abzug ihrer Beiträge zum Solidaritätspool für das kommende Jahr zu beantragen.

Die Analyse soll die Umsetzung der Reform des europäischen Asylsystems (GEAS) begleiten. Teil des Pakets ist unter anderem ein Solidaritätsmechanismus zur Entlastung von besonders von Migration betroffenen Mitgliedstaaten.

Es ist im nächsten Schritt Aufgabe des Rates, den Vorschlag der Kommission anzunehmen und sich auf die Höhe des Solidaritätsmechanismus sowie auf die Höhe der Beiträge der einzelnen Mitgliedstaaten entsprechend ihrem gerechten Anteil zu einigen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Flüchtlinge an einer Aufnahmestelle (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Deutschland gehört zur Risikogruppe der EU-Länder mit hohem Migrationsdruck.
  • Weitere betroffene Länder sind Belgien, Bulgarien, Frankreich, Italien und Spanien.
  • Die EU-Kommission plant eine Unterstützung von 250 Millionen Euro für Migrationsmanagement.

Warum ist das wichtig?

  • Identifizierung von Ländern mit hohem Migrationsdruck wichtig für gezielte Unterstützung.
  • Bereitstellung von Ressourcen zur Verbesserung der Aufnahmesysteme und Sicherstellung der humanitären Hilfe notwendig.
  • Reform des europäischen Asylsystems soll langfristig Druck auf betroffene Staaten verringern.

Wer ist betroffen?

  • Deutschland
  • Belgien
  • Griechenland

Zahlen/Fakten?

  • Deutschland gehört zur Risikogruppe der Länder mit hohem Migrationsdruck
  • 250 Millionen Euro für Unterstützungsmaßnahmen werden ausgeschrieben
  • Griechenland, Zypern, Spanien und Italien stehen unter Migrationsdruck aufgrund hoher Ankünfte

Wie geht’s weiter?

  • Vordringlicher Zugang zum EU-Migrationsunterstützungspaket für betroffene Länder
  • Ausschreibung über 250 Millionen Euro für Drohnen- und Anti-Drohnen-Technologien
  • Aufgabe des Rates, Vorschlag der Kommission anzunehmen und Beiträge der Mitgliedstaaten zu klären
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