Außenpolitik: Tallinn warnt vor Russland
Tallinn () – Estlands Außenminister Margus Tsahkna kritisiert die Verhandlungsversuche von US-Präsident Donald Trump mit Russland scharf. Die Gespräche seien „faktisch gescheitert“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland„. Putin habe Trump vor allem Zeit gekostet. Genau davor habe man von Anfang an gewarnt. Während über Gespräche geredet wurde, habe Russland den Druck auf die Ukraine weiter erhöht. Die Intensität der Angriffe in den vergangenen Wochen zeige das deutlich.
Sorgen vor einem Angriff Russlands auf Polen und das Baltikum wies der Außenminister entschieden zurück. Eine groß angelegte Invasion in den kommenden Wochen halte er für ausgeschlossen. Dafür fehlten Russland die Kräfte. Es gebe keine relevanten Truppenverlegungen und Russland sei in der Ukraine gebunden. Das bedeute jedoch nicht, dass von Russland keine Gefahr ausgehe. „Russland bleibt ein gefährliches Land, und Provokationen sind jederzeit möglich“, sagte Tsahkna. Darauf sei man vorbereitet.
Zuvor hatte unter anderem der polnische Regierungschef Donald Tusk von Geheimdienst-Warnungen vor einem russischen Angriff auf Polen und vor kritischen Monaten gewarnt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Donald Trump (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Estlands Außenminister Margus Tsahkna kritisiert Trumps Verhandlungsversuche mit Russland als faktisch gescheitert und wirft Putin vor, Trump vor allem Zeit abgenommen zu haben
- Während über Gespräche geredet wurde, habe Russland den Druck auf die Ukraine weiter erhöht; die Intensität der Angriffe zeige das deutlich
- Tsahkna weist die Sorge vor einem Angriff Russlands auf Polen und das Baltikum zurück, hält eine groß angelegte Invasion in den kommenden Wochen aber für ausgeschlossen und betont zugleich, dass Russland weiterhin gefährlich bleibt und Provokationen möglich sind
Warum ist das wichtig?
- Verhandlungsversuche mit Russland sind faktisch gescheitert und haben Putin Zeit verschafft
- Während über Gespräche geredet wurde, erhöhte Russland den Druck auf die Ukraine und verstärkte die Angriffe
- Trotz Ausschluss einer groß angelegten Invasion bleibt das Risiko durch Provokationen jederzeit bestehen und erfordert Vorbereitung
Wer ist betroffen?
- Estlands Außenminister Margus Tsahkna
- Polen (insbesondere die Regierung und Regierungschef Donald Tusk)
- Ukraine (durch anhaltenden Druck und Angriffe Russlands)
Zahlen/Fakten?
- „faktisch gescheitert“ bezeichnete Margus Tsahkna die Verhandlungen zwischen Trump und Russland
- Putin habe Trump vor allem Zeit gekostet
- Invasion Russlands in den kommenden Wochen hält Tsahkna für ausgeschlossen; es gebe keine relevanten Truppenverlegungen und Russland sei in der Ukraine gebunden
Wie geht’s weiter?
- Weitere Verhandlungen zwischen Trump und Russland gelten als faktisch gescheitert
- Russland erhöht derweil den Druck auf die Ukraine, die Angriffe zeigen eine weitere Eskalation
- Ein Angriff Russlands auf Polen und das Baltikum in den kommenden Wochen wird als ausgeschlossen betrachtet, dennoch bleiben Provokationen jederzeit möglich
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