Arbeitsschutz in Berlin bei Hitze
Berlin () – Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat mehr Arbeitsschutz bei extremer Hitze gefordert.
„Wir können es uns nicht mehr leisten, untätig zu sein“, sagte DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). „Mehr Hitzetage im Jahr heißen mehr gesundheitliche Belastung für Beschäftigte und ein höheres Risiko für Arbeitsunfälle. Das gilt besonders für die, die draußen arbeiten, unter Zeitdruck stehen oder besonders schwer körperlich arbeiten.“ Dazu würden auch Pflegekräfte, Paketzusteller und Einsatzkräfte gehören.
„Die Bundesregierung darf nicht länger tatenlos zusehen“, forderte Fahimi. „Sie muss Regelungen für ein Ausfallgeld für Beschäftigte finden, wenn wegen extremer Hitze nicht gearbeitet werden kann.“
Gleichzeitig seien auch die Arbeitgeber in der Verantwortung vorzusorgen. „Prävention, die fest im Arbeitsschutz der Unternehmen verankert ist, darf keine Kür mehr sein – sie ist Pflicht“, so Fahimi. „Die wirksamsten Lösungen entstehen dann, wenn die Beschäftigten über Betriebs- oder Personalräte an ihnen beteiligt sind. Sie sind die Experten für die eigenen Arbeitsplätze und wissen genau, welche Maßnahmen am sinnvollsten sind.“
Hitzewellen werden durch die globale Erwärmung stärker und wahrscheinlicher. Der Effekt wird weiter verstärkt, solange zusätzliche Treibhausgase etwa durch das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas in die Atmosphäre gebracht werden.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | DGB (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Der DGB fordert mehr Arbeitsschutz bei extremer Hitze, da mehr Hitzetage die Gesundheit von Beschäftigten stärker belasten und das Risiko von Arbeitsunfällen erhöhen
- Die Bundesregierung soll Regelungen für ein Ausfallgeld schaffen, wenn wegen extremer Hitze nicht gearbeitet werden kann, und Arbeitgeber sollen Prävention verpflichtend im Arbeitsschutz verankern
- Beschäftigte sollen über Betriebs- oder Personalräte an den passenden Maßnahmen zur Hitzeprävention beteiligt werden
Warum ist das wichtig?
- Mehr Arbeitsschutz bei extremer Hitze senkt gesundheitliche Belastungen und das Risiko für Arbeitsunfälle, besonders bei Outdoor-, zeitdruck- und schwer körperlich arbeitenden Beschäftigten
- Regelungen für ein Ausfallgeld sind wichtig, wenn wegen extremer Hitze nicht gearbeitet werden kann
- Arbeitgeber müssen Prävention im Arbeitsschutz als Pflicht umsetzen und Beschäftigte über Betriebs- oder Personalräte beteiligen, damit die Maßnahmen wirksam sind
Wer ist betroffen?
- Beschäftigte, die draußen arbeiten, unter Zeitdruck stehen oder besonders schwer körperlich arbeiten
- Pflegekräfte
- Paketzusteller und Einsatzkräfte
Zahlen/Fakten?
- Mehr Hitzetage im Jahr bedeuten mehr gesundheitliche Belastung und ein höheres Risiko für Arbeitsunfälle
- Regelungen für ein Ausfallgeld für Beschäftigte, wenn wegen extremer Hitze nicht gearbeitet werden kann
- Besonders betroffen: draußen Arbeitende, unter Zeitdruck stehende und schwer körperlich arbeitende sowie Pflegekräfte, Paketzusteller und Einsatzkräfte
Wie geht’s weiter?
- DGB fordert mehr Arbeitsschutz bei extremer Hitze und verbindliche Regelungen, damit Beschäftigte bei Hitzeausfall ein Ausfallgeld erhalten
- Arbeitgeber sollen Prävention im Arbeitsschutz fest verankern; Beschäftigte sollen über Betriebs- oder Personalräte an Maßnahmen beteiligt werden
- Hitzebelastungen werden voraussichtlich zunehmen, daher steigt das Risiko für gesundheitliche Schäden und Arbeitsunfälle besonders für draußen arbeitende und körperlich belastete Beschäftigte
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