Charité-Personalratschef warnt vor Kliniksterben in Berlin

1. Juli 2026
1 min Lesezeit

Charité-Personalratschef warnt vor Kliniksterben in Berlin

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesundheitsversorgung in Berlin unter Druck

() – Der Vorsitzende des Personalrats der Charité, Alexander Eichholtz, warnt vor einem Abstieg des Medizinstandortes Berlin. Die Charité verwalte Gebäude in der halben Stadt, darunter viele denkmalgeschützte, aber marode Bauten, sagte Eichholtz dem „Tagesspiegel“. Allein die Instandhaltung koste mehr, als die Charité vom Land erhalte – und viele andere Ausgaben stiegen ebenfalls. Dem Berliner Gesundheitswesen und seiner Forschung drohe der Abstieg.

Eichholtz arbeitete auf diversen Charité-Stationen als Intensivpfleger, bevor er in die Personalvertretung der landeseigenen Universitätsklinik gewählt wurde, der er seit 2024 vorsitzt. Europas größtes Hochschulkrankenhaus verfügt über 3.300 Betten und samt Tochterfirmen 25.000 Beschäftigte.

Der Senat kürzte im Nothaushaltsmodus die Hochschulzuschüsse, in der Humanmedizin könnten zehn Prozent der Studienplätze wegfallen – 60 pro Jahr. Eichholtz appellierte, dass der neue Senat nach der September-Wahl die Sparbeschlüsse zurücknehmen möge, den Fachkräftenachwuchs werde Berlin noch herbeisehnen. Zugleich warnte er, der Sparkurs der Bundesregierung werde das Charité-Defizit von zuletzt fast 64 Millionen Euro noch vergrößern. Berlins neuer Senat solle sofort nach seiner Wahl analysieren, welche Kliniken die Stadt zwingend braucht, um dann, falls nötig, einzelne Häuser geordnet zu schließen. „Derzeit herrscht ein wildes Krankenhaussterben“, sagte Eichholtz. Das erschwere die Versorgungsplanung, weil mitunter unklar sei, auf welche Rettungsstelle man auch nächstes Jahr noch setzen könne.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Charité (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Alexander Eichholtz warnt vor einem Abstieg des Medizinstandortes Berlin.
  • Charité hat marode Gebäude, Instandhaltungskosten übersteigen Landesmittel.
  • Kürzungen im Gesundheitswesen und mögliche Reduzierung von Medizin-Studienplätzen bedrohen die Situation.

Warum ist das wichtig?

  • Warnung vor dem Abstieg des Medizinstandortes Berlin
  • Notwendigkeit von finanziellen Mitteln für Instandhaltung und Betrieb der Charité
  • Dringende Analyse und Planung der Krankenhauslandschaft in Berlin zur Sicherstellung der Versorgung

Wer ist betroffen?

  • Patienten in Berlin
  • Beschäftigte der Charité
  • Studierende der Humanmedizin

Zahlen/Fakten?

  • 3.300 Betten in der Charité
  • 25.000 Beschäftigte inklusive Tochterfirmen
  • fast 64 Millionen Euro Defizit

Wie geht’s weiter?

  • Rücknahme der Sparbeschlüsse durch den neuen Senat nach der Wahl
  • Analyse des Bedarfs an Kliniken in Berlin und mögliche geordnete Schließungen
  • Verbesserung der Finanzierung zur Vermeidung eines Abstiegs des Medizinstandortes
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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