CDU-Wirtschaftsrat kritisiert DGB-Steuerpläne

9. Juni 2026
1 min Lesezeit

CDU-Wirtschaftsrat kritisiert DGB-Steuerpläne

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftspolitik in Berlin: Kritik am DGB

() – Der CDU-Wirtschaftsrat hat die Forderungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) nach einer Höherbesteuerung von Besserverdiener und Unternehmen sowie nach einer obligatorischen Betriebsrente scharf kritisiert. „Die jüngsten Vorstöße des DGB zeugen einmal mehr davon, dass man dort immer noch nicht verstanden hat, dass Wohlstand, der verteilt werden soll, zunächst erwirtschaftet werden muss“, sagte Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU, der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe).

Das gelte für das Steuerkonzept des Gewerkschaftsbundes, das mit einer Erhöhung von Sätzen in der Einkommens- wie Körperschaftsteuer Leistungsträger und Unternehmen massiv aus dem Land treiben würde, so Steiger. Das gelte aber auch für die Forderung nach verpflichtenden Betriebsrenten, wenn dies mit Mehrbelastungen von Arbeitgebern einhergehe. Dies würde nicht nur die Wahlfreiheit von Beschäftigten bei der Altersvorsorge einschränken, sondern den Faktor Arbeit noch teurer machen, warnte er.

Steiger wies den Verweis von DGB-Chefin Yasmin Fahimi auf höhere Beiträge zur Rentenversicherung in anderen europäischen Ländern als Ablenkungsmanöver zurück, weil Fahimi nicht die gesamte Belastung betrachte. „So betrug im Jahr 2024 der Steuer- und Abgabenkeil für kinderlose Alleinstehende, deren Verdienst dem nationalen Durchschnitt entspricht, im OECD-Durchschnitt 34,9 Prozent der Arbeitskosten – in waren es 47,9 Prozent“, sagte Steiger. Wenn schon nicht aus Verantwortungsbewusstsein fürs Land, dann doch zumindest aus Eigeninteresse, sollte sich der DGB zum bevorstehenden Gipfel im Kanzleramt mehr Realitätssinn verordnen. Denn die zuletzt eingebrachten Ideen hätten eines gemein: Wenn das umgesetzt würde, wären am Ende kaum noch Arbeitnehmer da, deren Interessen man vertreten könnte, sagte Steiger.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Haus des Wirtschaftsrates (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • CDU-Wirtschaftsrat kritisiert DGB-Forderungen nach Höherbesteuerung und obligatorischer Betriebsrente.
  • Wolfgang Steiger warnt vor negativen Folgen für Unternehmen und Arbeitnehmer.
  • DGB-Chefin wird für unvollständige Betrachtung der Belastungen in anderen Ländern kritisiert.

Warum ist das wichtig?

  • Höherbesteuerung könnte Leistungsträger und Unternehmen aus Deutschland vertreiben
  • Verpflichtende Betriebsrenten schränken Wahlfreiheit der Beschäftigten ein und erhöhen Arbeitskosten
  • Vorschläge des DGB gefährden die Zukunft der Arbeitnehmerinteressen

Wer ist betroffen?

  • Besserverdiener
  • Unternehmen
  • Arbeitgeber

Zahlen/Fakten?

  • Steuer- und Abgabenkeil für kinderlose Alleinstehende mit Einkommen im OECD-Durchschnitt: 34,9%
  • Steuer- und Abgabenkeil in Deutschland: 47,9%
  • Forderung nach verpflichtenden Betriebsrenten würde Wahlfreiheit bei Altersvorsorge einschränken

Wie geht’s weiter?

  • DGB sollte beim Kanzleramtsgipfel realistischere Vorschläge einbringen
  • Haupteffekt der DGB-Forderungen könnte Abwanderung von Leistungsträgern und Unternehmen sein
  • Arbeitgeberbelastungen durch obligatorische Betriebsrenten könnten Wahlfreiheit der Beschäftigten einschränken
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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