Frauen weiter selten Haupteinkommensbezieher in Paarhaushalten

3. März 2026
1 min Lesezeit

Frauen weiter selten Haupteinkommensbezieher in Paarhaushalten

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Einkommensverteilung in deutschen Paarhaushalten

() – Dass die Frau einen größeren Teil zum Einkommen beisteuert als der Mann, kommt in Paarhaushalten in weiterhin selten vor. Nur in jedem zehnten Paarhaushalt (9,9 Prozent) hat die Frau ein höheres Nettoeinkommen als ihr Ehe- oder Lebenspartner, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte.

Bei 55,8 Prozent der Paare, die in einem Haushalt zusammenleben, war es umgekehrt und der Mann der Haupteinkommensbezieher. In gut jedem dritten Paarhaushalt (34,3 Prozent) lagen Frau und Mann beim Einkommen in etwa gleichauf. Als Haupteinkommensperson gilt diejenige Person, deren persönliches Nettoeinkommen einen Anteil von 60 Prozent oder mehr am Gesamteinkommen des Paares hat.

Bei Paaren ohne Kinder im Haushalt ist das Ungleichgewicht zwischen Frauen und Männern als Haupteinkommensbezieher zwar weniger stark, aber immer noch deutlich. In 11,4 Prozent der Paarhaushalte ohne Kinder hatte die Frau das höhere Einkommen und in 50,1 Prozent der Mann. Bei 38,5 Prozent der Paare ohne Kinder im Haushalt hatten beide ein in etwa gleich hohes Einkommen.

In Paarfamilien mit Kindern im Haushalt sind Frauen noch seltener die Haupteinkommensbezieherin. Hier hatte die Frau in nur 7,7 Prozent der Fälle das höhere Einkommen. In knapp zwei von drei Paarhaushalten mit Kindern (64,6 Prozent) war dagegen der Mann der Haupteinkommensbezieher. In 27,7 Prozent der Paarhaushalte mit Kindern hatten Frau und Mann ein ähnlich hohes Einkommen.

Ein Grund für die größeren Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern bei Paaren mit Kindern: Mütter arbeiten deutlich häufiger in Teilzeit als erwerbstätige Frauen insgesamt. Bei den erwerbstätigen Männern ist es umgekehrt: Hier arbeiten Väter sogar seltener in Teilzeit.

Insgesamt hat sich die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern beim Blick auf die Einkommensverteilung in den letzten Jahren wenig verändert. Der Anteil der Frauen als Haupteinkommensbezieherinnen ist leicht gesunken – von 10,5 Prozent im Jahr 2021 auf 9,9 Prozent im Jahr 2025. Rückläufig ist auch der Anteil der männlichen Haupteinkommensbezieher: von 58,8 Prozent auf 55,8 Prozent. Erhöht hat sich dadurch der Anteil der Paarhaushalte mit in etwa gleich hohen Einkommen von 30,7 Prozent auf 34,3 Prozent. Diese Entwicklung zeigt sich in ähnlicher Weise bei Paaren mit Kindern sowie bei Paaren ohne Kinder.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Mutter mit Kinderwagen (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Nur in jedem zehnten Paarhaushalt hat die Frau ein höheres Nettoeinkommen als der Mann.
  • In Paarfamilien mit Kindern hatte die Frau in nur 7,7 Prozent der Fälle das höhere Einkommen.
  • Der Anteil der Frauen als Haupteinkommensbezieherinnen ist auf 9,9 Prozent gesunken.

Warum ist das wichtig?

  • Geringe Anzahl weiblicher Haupteinkommensbezieher in Paarhaushalten zeigt anhaltende Geschlechterungleichheit
  • Teilzeitarbeit von Müttern beeinflusst Einkommensunterschiede erheblich
  • Langsame Veränderung der Einkommensverteilung zwischen Geschlechtern trotz gesellschaftlicher Entwicklungen

Wer ist betroffen?

  • Frauen in Paarhaushalten
  • Männer in Paarhaushalten
  • Paare mit Kindern im Haushalt

Zahlen/Fakten?

  • 9,9 Prozent der Frauen in Paarhaushalten haben ein höheres Nettoeinkommen als ihr Partner.
  • 55,8 Prozent der Männer sind Haupteinkommensbezieher in Paarhaushalten.
  • Nur 7,7 Prozent der Frauen in Paarfamilien mit Kindern haben das höhere Einkommen.

Wie geht’s weiter?

  • Ungleichheit in den Haupteinkommensverhältnissen bleibt bestehen
  • Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit, insbesondere Mütter
  • Geringer Anstieg gleichwertiger Einkommen zwischen den Geschlechtern
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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