Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschafts- und Sozialpolitik in Deutschland
Berlin () – Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Yasmin Fahimi, hat den Arbeitgebern vorgeworfen, sich in eine „Giftliste des Sozialabbaus“ von weniger Lohnfortzahlung und Rente, Einschränkung von Streikrecht und Teilzeitrecht zu flüchten. „Solche massiven Angriffe auf den Sozialstaat in dieser Breite habe ich noch nicht erlebt „, sagte sie dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe).
Die DGB-Chefin gibt den Unternehmern eine Mitschuld an der akuten Wirtschaftskrise: „Viele Arbeitgeber haben sich auf ihren Erfolgen ausgeruht und zu wenig für das Zukunftsgeschäft getan.“ Die einzige Antwort der Arbeitgeber auf die aggressive Zollpolitik der USA und die Subventionspolitik in China sei: „Ihr müsst mehr und billiger arbeiten“, aber „die Exportschwäche wird wohl kaum durch noch mehr Verunsicherung und Schwächung der Kaufkraft aufgefangen werden“. Nötig sei stattdessen die Stärkung des europäischen Binnenmarktes und der Infrastruktur. Für die EU fordert Fahimi Importquoten – etwa für die Stahlindustrie.
Auch in den Betrieben sei die Kooperation der Sozialpartner „leider mittlerweile in zu vielen Fällen schwer belastet“, sagte Fahimi. Jede fünfte Betriebsratsgründung werde behindert oder verhindert, „teils mit millionenschweren Budgets für Anwaltskanzleien“. Es gebe immer mehr Tarifflucht und mehr Mitgliedschaften in Verbänden ohne Tarifvertrag. Dass der neue Präsident der Metallarbeitgeber, Udo Dinglreiter, „selbst keinem Tarifvertrag angehört, spricht Bände – das gabs noch nie“.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Yasmin Fahimi (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Yasmin Fahimi kritisiert Arbeitgeber für Sozialabbau und niedrige Löhne.
- Arbeitgeber tragen Mitschuld an der Wirtschaftskrise und vermeiden notwendige Reformen.
- Zusammenarbeit zwischen Sozialpartnern wird in vielen Fällen behindert.
Warum ist das wichtig?
- Warnung vor sozialpolitischen Angriffen der Arbeitgeber
- Verantwortlichkeit der Arbeitgeber für die Wirtschaftskrise
- Notwendigkeit zur Stärkung von Markt und Infrastruktur
Wer ist betroffen?
- Arbeitgeber
- Arbeitnehmer
- Sozialpartner
Zahlen/Fakten?
- Jede fünfte Betriebsratsgründung wird behindert oder verhindert
- Mehr Tarifflucht und Mitgliedschaften in Verbänden ohne Tarifvertrag
- Arbeitgeber geben an, dass Mitarbeiter "mehr und billiger arbeiten" müssen
Wie geht’s weiter?
- Stärkung des europäischen Binnenmarktes und Infrastruktur notwendig
- Einführung von Importquoten für die Stahlindustrie gefordert
- Verbesserung der Kooperation der Sozialpartner in Betrieben notwendig
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