Rüstungskonzern Renk baut Werk in Polen

26. Februar 2026
1 min Lesezeit

Rüstungskonzern Renk baut Werk in Polen

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft: Renk investiert in Polen und Osteuropa

() – Der Augsburger Rüstungskonzern Renk will seine Präsenz in Osteuropa verstärken. Das Unternehmen plane „einen Aufbau von Service- und Montagekapazitäten in „, sagte Vorstandschef Alexander Sagel dem „Spiegel“.

Zunächst will Renk dort Getriebe, Motoren und Fahrwerke warten, später auch Produkte herstellen. Damit ermögliche der Konzern „Kunden in Polen, der oder dem Baltikum schnellere Reaktionszeiten“, so Sagel. Insgesamt wolle Renk in den nächsten vier bis fünf Jahren bis zu 500 Millionen Euro in den Ausbau von Kapazitäten sowie Forschung und Entwicklung investieren.

Der Getriebehersteller beliefert die Marine und nahezu alle westlichen Panzerhersteller. Er gilt als Barometer dafür, wie Europa bei der Aufrüstung mit Landstreitkräften vorankommt. Zu den Kunden zählen die Konzerne KNDS, Rheinmetall und Leonardo. Mit ihrer Investitionsoffensive reagiert die Rüstungsbranche auch auf Kritik. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte wiederholt mehr Tempo angemahnt. In den europäischen Nato-Staaten stagniert der Bestand schwerer Rüstungsgüter wie Kampfpanzer und Kampfjets, ergab eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey.

Polen sei der ideale Standort, um näher an Abnehmer in der Region heranzurücken, sagte Sagel. „Wenn in Polen bei einer Übung im Grenzbereich oder in der Ukraine im Krieg ein Panzer ausfällt, dann kann man ihn für die Wartung nicht 2.000 Kilometer durch die Gegend fahren und ein halbes Jahr später zurückbringen.“ Kein anderes europäisches Nato-Land steckte, gemessen an der Wirtschaftsleistung, zuletzt so viel Geld in die Aufrüstung. Hinzu kommt, dass die Nato ihre Präsenz an der Ostflanke verstärkt.

Große Pläne hat Renk auch für . Die dortige Armee will mehr als 1.000 Kampf- und Schützenpanzer von Leonardo und Rheinmetall bauen lassen, Renk liefert Komponenten. Vor dem Ukraine-Krieg produzierte Renk 200 bis 300 Getriebe pro Jahr, bis Ende 2026 sollen es in Augsburg rund 800 sein. Bis Ende des Jahrzehnts plant Sagel, den Umsatz gegenüber 2024 auf rund drei Milliarden Euro zu verdreifachen.

Renk will auch von der wachsenden Nachfrage nach autonomen Kampfsystemen profitieren. „Da entsteht ein Massenmarkt“, sagte Sagel. Die Augsburger kooperieren mit dem Start-up Arx Robotics, das kleine KI-gesteuerte Kettenfahrzeuge baut. „Wir können uns aber auch vorstellen, gemeinsam mit Kunden selbst unbemannte Fahrzeuge zu bauen.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Grenze zwischen Polen und (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Renk plant den Aufbau von Service- und Montagekapazitäten in Polen.
  • Investitionen von bis zu 500 Millionen Euro in Kapazitäten und Forschung in den nächsten vier bis fünf Jahren.
  • Renk reagiert auf die stagnierenden Bestände an Rüstungsgütern und erhöht die Produktion von Getrieben.

Warum ist das wichtig?

  • Stärkung der Präsenz in Osteuropa erhöht Reaktionsgeschwindigkeit auf Wartungsbedürfnisse.
  • Geplante Investitionen in Rüstungsindustrie als Antwort auf stagnierende Bestände an Rüstungsgütern.
  • Gewinnung von Marktanteilen durch Kooperationen im Bereich autonomer Kampfsysteme.

Wer ist betroffen?

  • Kunden in Polen, der Ukraine oder dem Baltikum
  • Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius
  • Armeen in europäischen Nato-Staaten

Zahlen/Fakten?

  • Investition von bis zu 500 Millionen Euro in den nächsten vier bis fünf Jahren
  • Produktion von 800 Getrieben pro Jahr bis Ende 2026
  • Umsatzverdreifachung auf rund drei Milliarden Euro bis Ende des Jahrzehnts

Wie geht’s weiter?

  • Aufbau von Service- und Montagekapazitäten in Polen
  • Investitionen von bis zu 500 Millionen Euro in den nächsten vier bis fünf Jahren
  • Zusammenarbeit mit Start-up Arx Robotics für autonome Kampfsysteme
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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