AfD kritisiert Haftentlassungen wegen Verfahrensverzögerungen

18. Februar 2026
1 min Lesezeit

AfD kritisiert Haftentlassungen wegen Verfahrensverzögerungen

Sachsen-Anhalt - Was ist passiert – was dahinter steckt

Justizreform in Sachsen-Anhalt gefordert

() – Die AfD-Fraktion im Landtag von hat die Entlassung von dringend Tatverdächtigen aus der Untersuchungshaft im vergangenen Jahr scharf kritisiert. Der rechtspolitische Sprecher der Fraktion, Christian Hecht, sagte am Mittwoch, bei den Fällen handele es sich in der Regel um Verbrechensvorwürfe wie Tötungsdelikte, Vergewaltigungen oder schwere Körperverletzungen.

Die Entlassungen seien erfolgt, weil gesetzliche Fristen für die Untersuchungshaft überschritten worden seien.

Als Grund für die Verzögerungen nannte Hecht eine massive Überlastung der Justiz. Nach Angaben des Deutschen Richterbundes habe es 2025 erneut rund 5,5 Millionen neue Strafverfahren gegeben, während die Zahl der offenen Fälle erstmals über eine Million gestiegen sei.

Bundesweit fehlten zudem etwa 2.000 Staatsanwälte und Strafrichter. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei habe bereits von einem „Kollaps der Strafjustiz“ gesprochen.

Die AfD-Fraktion forderte die Landesregierung auf, im Bundesrat Druck für Reformen zu machen.

Notwendig seien eine Personaloffensive, eine konsequente Digitalisierung und straffere Prozessregeln. Gewalt- und Sexualdelikte müssten absolute Vorrangverfahren werden, so Hecht.

Wenn Verfahren an Formfehlern scheiterten, brauche es verbindliche Qualitätsstandards.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Wachmeister schließt ein Gefängnistor auf (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • AfD-Fraktion kritisiert Entlassung von Tatverdächtigen aus Untersuchungshaft wegen überschrittener Fristen.
  • Überlastung der Justiz als Hauptgrund für Verzögerungen genannt.
  • Forderung nach Reformen und Priorisierung von Gewalt- und Sexualdelikten.

Warum ist das wichtig?

  • Kritische Entlassungen von Tatverdächtigen wegen Überlastung der Justiz
  • Anstieg der Strafverfahren und der offenen Fälle gefährdet Rechtssicherheit
  • Notwendigkeit von Reformen für eine effektive Strafjustiz

Wer ist betroffen?

  • Dringend Tatverdächtige
  • Staatsanwälte und Strafrichter
  • Justizbehörden

Zahlen/Fakten?

  • 5,5 Millionen neue Strafverfahren im Jahr 2025
  • Offene Fälle erstmals über eine Million
  • Etwa 2.000 fehlende Staatsanwälte und Strafrichter

Wie geht’s weiter?

  • Forderung nach Reformen im Bundesrat
  • Personaloffensive und Digitalisierung notwendig
  • Gewalt- und Sexualdelikte als Vorrangverfahren behandeln
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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