UN-Klimakonferenz geht in die Verlängerung – EU warnt vor Scheitern

21. November 2025
1 min Lesezeit

UN-Klimakonferenz geht in die Verlängerung – EU warnt vor Scheitern

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Klimapolitik: COP 30 in Belém verlängert

Belém () – Die Weltklimakonferenz in Belém (COP 30) geht in die Verlängerung. Bis zum geplanten Ende um 18 Uhr (Ortszeit) konnte keine Einigung erzielt werden.

Verlängerungen sind bei den UN-Klimakonferenzen üblich. Dieses Jahr kam in den Verhandlungen erschwerend hinzu, dass es am Donnerstag auf dem Konferenzgelände gebrannt hatte. Dadurch mussten die Verhandlungen um mehrere Stunden pausiert werden.

Die brasilianische Konferenzleitung veröffentlichte in der Nacht zum Freitag einen neuen Textentwurf für eine Abschlusserklärung. Dieser basiert auf dem Feedback der rund 200 Staaten zum vorherigen Textentwurf und ist im Vergleich zur alten Version deutlich abgeschwächt.

Ein Bündnis aus rund 30 Staaten, darunter , erklärten daraufhin, dass man einem Ergebnis nicht zustimmen könne, das keinen Plan für einen „gerechten, geordneten und ausgewogenen Übergang weg von fossilen Brennstoffen“ enthält. Der Vorschlag erfülle nicht die Minimalbedingungen für ein glaubwürdiges Ergebnis der COP.

EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra kritisierte den Textentwurf scharf. „Schauen Sie sich den Text an“, sagte er. „Nichts davon steht darin: Keine Wissenschaft, keine globale Bestandsaufnahme, kein Übergang. Stattdessen Schwäche. Schwäche bei der Eindämmung und obendrein ein klarer Verstoß gegen die Vereinbarung vom letzten Jahr zum NCQG“, so Hoekstra. Das „New Collective Quantified Goal“ (NCQG) ist ein Ziel zur finanziellen Unterstützung von Entwicklungsstaaten beim Klimaschutz, das vor allem Staaten des Globalen Südens wichtig ist. „Also werde ich mich ebenso klar ausdrücken“, sagte Hoekstra. „Unter keinen Umständen werden wir das akzeptieren.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Fahne vor den Vereinten Nationen (UN) (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Weltklimakonferenz in Belém (COP 30) geht in die Verlängerung.
  • Einigung konnte bis zum geplanten Ende um 18 Uhr (Ortszeit) nicht erzielt werden.
  • Bundesländer aus etwa 30 Staaten, darunter Deutschland, lehnen den neuen Textentwurf ab.

Warum ist das wichtig?

  • Verzögerungen bei wichtigen Klimaverhandlungen können zu einem unzureichenden Ergebnis führen.
  • Fehlende Pläne für den Übergang von fossilen Brennstoffen gefährden globale Klimaziele.
  • Unzufriedenheit mit dem Textentwurf könnte die Glaubwürdigkeit der internationalen Klimapolitik untergraben.

Wer ist betroffen?

  • rund 200 Staaten
  • Deutschland
  • Staaten des Globalen Südens

Zahlen/Fakten?

  • Weltklimakonferenz in Belém (COP 30) dauert länger als geplant
  • Keine Einigung bis zum ursprünglich geplanten Ende um 18 Uhr
  • Rund 200 Staaten am Verhandlungsprozess beteiligt

Wie geht’s weiter?

  • Verlängerung der Verhandlungen auf der Weltklimakonferenz in Belém
  • Brasilianische Konferenzleitung veröffentlicht neuen, abgeschwächten Textentwurf
  • Bündnis aus 30 Staaten, darunter Deutschland, lehnt Textentwurf ohne Plan für fossilen Brennstoffübergang ab
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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