Sachsen-Anhalt - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaft: Bürgergeld und gemeinnützige Tätigkeiten in Sachsen-Anhalt
Magdeburg () – Der neue Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze (CDU), spricht sich für eine stärkere Verpflichtung von Bürgergeldempfängern zu gemeinnützigen Tätigkeiten aus. „Ich glaube, wir müssen als Allererstes über diejenigen reden, die arbeiten könnten, aber nicht arbeiten gehen“, sagte Schulze der „Bild am Sonntag“.
Für die staatliche Unterstützung müsse aus seiner Sicht eine Gegenleistung erbracht werden.
Konkret nannte der Regierungschef kommunale Aufgaben: „Zum Beispiel in einer Kommune mitzuarbeiten, Laub zu fegen oder jetzt im Winter, wenn Schnee liegt. Warum können das nicht auch Menschen machen, die gesund sind, zu Hause sind und gerade keine Arbeit haben?“
Schulze verwies dabei auf das Modell der früheren „Bürgerarbeit“ in Sachsen-Anhalt.
„Gemeinnützige Arbeit ist nicht verboten in Deutschland„, betonte der Ministerpräsident. Er halte es für falsch, die Debatte über solche Modelle mit Verweisen auf rechtliche Hürden sofort zu blockieren: „Für die Leistung, die du bekommst, erwarten wir auch eine Gegenleistung. Ich halte es für falsch, wenn man sofort wieder mit Gesetzgebungen kommt und sagt: Das geht nicht, jenes geht nicht.“
Um die Mitwirkung an solchen Maßnahmen oder Sprachkursen sicherzustellen, setzt Schulze auf finanziellen Druck und Konsequenzen.
Wenn bei Verweigerung eine Kürzung des Bürgergelds möglich sei, „ist das der richtige Weg“.
Schulze: „Ich weiß, dass das umstritten ist, weil es bisher in der Form noch nicht gemacht wurde, aber es ist am Ende ein Teil der sozialen Gerechtigkeit.“ Man müsse am Ende auch mit Sanktionen schauen, welche Wege man finde, damit Betroffene „halt nicht mehr die volle Leistung vom Staat“ beziehen, wenn sie sich der Mitwirkung entziehen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Sven Schulze (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Ministerpräsident Sven Schulze fordert Verpflichtung von Bürgergeldempfängern zu gemeinnützigen Tätigkeiten.
- Er schlägt vor, dass empfangende Personen kommunale Aufgaben übernehmen, um staatliche Unterstützung zu erhalten.
- Schulze setzt auf finanzielle Druckmittel und mögliche Kürzungen des Bürgergelds bei Verweigerung der Mitwirkung.
Warum ist das wichtig?
- Stärkung der Eigenverantwortung von Bürgergeldempfängern
- Förderung gemeinnütziger Tätigkeiten zur sozialen Integration
- Minderung der Abhängigkeit von staatlicher Unterstützung
Wer ist betroffen?
- Bürgergeldempfänger
- Menschen, die gesund sind und keine Arbeit haben
- Personen, die sich der Mitwirkung entziehen
Zahlen/Fakten?
- Ministerpräsident Sven Schulze spricht sich für Gegenleistungen von Bürgergeldempfängern aus
- Vorschlag: Mitwirkung an kommunalen Aufgaben wie Laub fegen oder Schnee räumen
- Möglichkeit von Bürgergeldkürzungen bei Verweigerung von Maßnahmen oder Sprachkursen
Wie geht’s weiter?
- Einführung gemeinnütziger Tätigkeiten für Bürgergeldempfänger
- Diskussion über Gegenleistungen für staatliche Unterstützung
- Möglichkeit der Kürzung des Bürgergelds bei Verweigerung
- Polizei meldet Alkohol- und Drogenfahrten sowie Brände in der Altmark - 19. April 2026
- Mann am Apoldaer Busbahnhof überfallen und beraubt - 19. April 2026
- Radfahrer bei Unfall in Kalletal schwer verletzt - 19. April 2026
