Verurteilungen wegen Trunkenheit am Steuer in NRW deutlich gesunken

3. Februar 2026
1 min Lesezeit

Verurteilungen wegen Trunkenheit am Steuer in NRW deutlich gesunken

Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaft: Rückgang der Trunkenheitsverurteilungen in NRW

Düsseldorf () – Die Zahl der Verurteilungen wegen Trunkenheit im Verkehr ist in Nordrhein-Westfalen in den letzten 20 Jahren um fast die Hälfte zurückgegangen. Das teilte der Landesbetrieb Information und Technik (IT.NRW) als Statistisches Landesamt am Dienstag mit.

Im Jahr 2024 wurden 12.327 Personen verurteilt, das sind 44,3 Prozent weniger als im Jahr 2004, als es noch 22.140 Verurteilungen gab.

Der Rückgang fällt damit stärker aus als bei allen Verurteilungen insgesamt, die im selben Zeitraum um 30,4 Prozent sanken.

Besonders stark sank die Zahl der verurteilten Jugendlichen und Heranwachsenden zwischen 14 und 21 Jahren. Sie ging von 1.924 im Jahr 2004 auf 370 im Jahr 2024 zurück, was einem Minus von 80,8 Prozent entspricht.

In mehr als neun von zehn Fällen verhängten die Gerichte 2024 eine Geldstrafe als Hauptstrafe. Nur in 3,2 Prozent der Fälle nach allgemeinem Strafrecht wurde eine Freiheitsstrafe verhängt, die meist zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Mehr als 80 Prozent der 2024 wegen Trunkenheit im Verkehr Verurteilten waren Männer.

Ihr Anteil lag bei 83,5 Prozent, während 16,5 Prozent der Verurteilten Frauen waren. Ein Fahrverbot als Nebenstrafe wurde in 5,4 Prozent der Fälle nach allgemeinem Strafrecht verhängt.

Die Daten basieren auf der Strafverfolgungsstatistik und erfassen rechtskräftig abgeurteilte Personen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Halt-Stopp-Schild der Polizei bei einer Verkehrskontrolle (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Zahl der Verurteilungen wegen Trunkenheit im Verkehr in NRW um 44,3% gesunken (2024: 12.327, 2004: 22.140).
  • Rückgang bei Jugendlichen und Heranwachsenden zwischen 14 und 21 Jahren um 80,8% (von 1.924 auf 370).
  • 83,5% der Verurteilten waren Männer, Geldstrafen die häufigste Hauptstrafe.

Warum ist das wichtig?

  • Rückgang der Verurteilungen wegen Trunkenheit im Verkehr zeigt positive Entwicklungen in der Verkehrssicherheit.
  • Starker Rückgang bei Jugendlichen deutet auf effektive Präventionsmaßnahmen hin.
  • Hoher Anteil männlicher Verurteilungen kann gezielte Ansprache zur Verhaltensänderung erfordern.

Wer ist betroffen?

  • verurteilte Personen wegen Trunkenheit im Verkehr
  • Jugendliche und Heranwachsende zwischen 14 und 21 Jahren
  • Männer (über 80 Prozent der Verurteilten)

Zahlen/Fakten?

  • 12.327 Personen wurden 2024 wegen Trunkenheit im Verkehr verurteilt
  • Rückgang um 44,3 % seit 2004 (22.140 Verurteilungen)
  • 80,8 % Rückgang bei verurteilten Jugendlichen (von 1.924 auf 370)

Wie geht’s weiter?

  • Weitere Entwicklungen in der Prävention von Alkohol am Steuer
  • Mögliche Anpassungen in der Gesetzgebung oder Kontrollen
  • Fokus auf die Reduzierung von Verurteilungen bei Jugendlichen und Heranwachsenden
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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