Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitspolitik und Reformen in Deutschland
Berlin () – CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann stellt sich gegen die Forderung des CDU-Wirtschaftsrats, dass Zahnarztbesuche künftig nicht mehr von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt werden sollen.
Deutschland brauche eine Zukunftsagenda, sagte er dem „Stern“. Aber: „Einzelne Vorschläge wie die jüngste Debatte um die Zahnarztkosten sind nicht zielführend.“ Das Gegenteil sei richtig: „Es ist nicht im Interesse der Solidargemeinschaft, wenn man Prävention und Früherkennung nicht mehr unterstützt.“
Linnemann sagte, dass die Bundesregierung „wichtige erste Reformschritte“ wie die Einführung der Grundsicherung und die Umsetzung der Aktivrente eingeleitet habe. „Weitere Schritte müssen folgen, etwa bei Rente oder Gesundheit.“ Dazu würden Kommissionen in den nächsten Wochen und Monaten Vorschläge erarbeiten, welche abgewartet werden sollten.
Der Generalsekretär warnte davor, die Bürger zu vergraulen. „Die Mehrheit der Menschen in unserem Land sieht, dass Reformen nötig sind, und lange gab es nicht so eine hohe Bereitschaft, diese mitzugehen“, sagte er. „Das wird aber nur zum Erfolg führen, wenn es ein Gesamtkonzept gibt, das alle Menschen im Blick hat, inklusive uns Politikern, und nicht bestimmte Gruppen herauspickt.“
Der CDU-Wirtschaftsrat, ein parteinaher Unternehmensverband, hatte am Sonntag ein Papier mit dem Titel „Agenda für die Arbeitnehmer in Deutschland“ veröffentlicht. Darin fordert der Verband unter anderem, dass Zahnarztbesuche nicht mehr von der Versicherung bezahlt werden sollen. Arbeitslosengeld soll es den Vorschlägen zufolge zudem grundsätzlich nur noch ein Jahr lang geben, Mütterrente und Rente mit 63 sollen gestrichen werden.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Carsten Linnemann (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Carsten Linnemann spricht sich gegen die Forderung des CDU-Wirtschaftsrats aus, Zahnarztbesuche nicht mehr von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlen zu lassen.
- Er betont die Notwendigkeit einer Zukunftsagenda und äußert, dass die Diskussion um Zahnarztkosten nicht zielführend sei.
- Der CDU-Wirtschaftsrat hat eine Agenda veröffentlicht, die unter anderem die Streichung von Mütterrente und Arbeitslosengeld für mehr als ein Jahr fordert.
Warum ist das wichtig?
- Wichtigkeit der Unterstützung von Prävention und Früherkennung im Gesundheitswesen
- Notwendigkeit einer umfassenden Zukunftsagenda für Deutschland
- Warnung vor Maßnahmen, die das Vertrauen der Bürger in Reformen gefährden könnten
Wer ist betroffen?
- Bürger
- Arbeitnehmer
- Politiker
Zahlen/Fakten?
- Zahnarztbesuche sollen laut CDU-Wirtschaftsrat nicht mehr von gesetzlicher Krankenversicherung bezahlt werden
- Arbeitslosengeld soll nur noch ein Jahr lang gezahlt werden
- Mütterrente und Rente mit 63 sollen gestrichen werden
Wie geht’s weiter?
- Vorschläge von Kommissionen in den nächsten Wochen und Monaten abwarten
- Weiterführende Reformschritte in den Bereichen Rente und Gesundheit erforderlich
- Gesamtkonzept für Reformen, das alle Menschen im Blick hat, notwendig
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