Schulz fürchtet mögliche Wahlverhinderung durch Trump

28. Januar 2026
1 min Lesezeit

Schulz fürchtet mögliche Wahlverhinderung durch Trump

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politische Unsicherheiten in den USA

() – Der frühere EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat Zweifel geäußert, ob die für November geplanten US-Kongresswahlen unter Präsident Donald Trump überhaupt abgehalten werden. „Ich glaube, dass er den Aufstand will. Er will die Konfrontation, um anschließend zu sagen, in so einer Situation kann man keine normale Wahl durchführen“, sagte der frühere Kanzlerkandidat der SPD dem Videoformat „Spitzengespräch“ des „Spiegels“ am Mittwoch. Deshalb glaube er, „dass noch nicht gesichert ist, dass diese Midterms stattfinden“.

Schulz warf Trump zugleich ein bewusst eskalierendes Vorgehen durch die Polizeibehörde ICE vor. „Dieses brutale Vorgehen von ICE und auch von anderen Kräften, von der Nationalgarde, die er eingesetzt hat, hat ja ein Ziel“, sagte Schulz. Trump wolle, „dass die andere Seite Krawall macht, dass sie sich wehren“, um anschließend behaupten zu können: „Ich habe die ja nicht dahingeschickt von ungefähr, sondern weil da die radikale Linke Aufstände probt.“

Zuvor hatte der frühere außenpolitische Berater von Angela Merkel, Christoph Heusgen, das Wahljahr als entscheidende Bewährungsprobe für die älteste Demokratie der Welt bezeichnet. „Ich glaube, dass dieses Jahr ganz kritisch wird“, sagte er mit Blick auf die Zwischenwahlen. Sollten die Demokraten das Repräsentantenhaus gewinnen, gebe es „Möglichkeiten, den Präsidenten zu stoppen, bis hin zu Impeachment-Versuchen“, also einem Amtsenthebungsverfahren gegen den amtierenden Präsidenten.

Heusgen hält es zugleich für denkbar, dass Trump einen Notstand ausruft, um die Abstimmung zu verhindern. Er glaube, Trump könne versuchen, den Insurrection Act zu nutzen und „letztlich dahin kommen, dass diese Wahlen nicht stattfinden, gar nicht stattfinden“.

Schulz schloss sich dieser Einschätzung ausdrücklich an. „Das sehe ich genauso“, sagte er. Trump strebe gezielt Eskalation an, um daraus ein Argument gegen reguläre Wahlen zu machen, mit potenziell weitreichenden Folgen für die demokratische Ordnung in den USA und für Europa, das sich gegenüber Trumps Amerika behaupten müsse.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Martin Schulz (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Martin Schulz äußert Zweifel an der Umsetzung der US-Kongresswahlen im November unter Trump.
  • Er wirft Trump vor, gezielt Eskalation zu fördern, um reguläre Wahlen zu verhindern.
  • Christoph Heusgen sieht die Midterms als entscheidende Bewährungsprobe für die Demokratie und befürchtet mögliche Notstandsmaßnahmen von Trump.

Warum ist das wichtig?

  • Unsicherheit über die Durchführung der US-Kongresswahlen unter Trump
  • Eskalation von Konflikten als Strategie zur Justifizierung von Wahlverhinderungen
  • Potenzielle Bedrohung für die demokratische Ordnung in den USA und Auswirkungen auf Europa

Wer ist betroffen?

  • Wähler der US-Kongresswahlen
  • Demokratische Partei
  • Allgemeine Öffentlichkeit in den USA und Europa

Zahlen/Fakten?

  • Zweifel an Durchführung der US-Kongresswahlen im November
  • Möglichkeit von Impeachment-Versuchen, falls Demokraten das Repräsentantenhaus gewinnen
  • Mögliche Ausrufung eines Notstands durch Trump, um Wahlen zu verhindern

Wie geht’s weiter?

  • Zweifel an der Durchführung der US-Kongresswahlen im November
  • Mögliche Eskalation und Notstand durch Trump, um Wahlen zu verhindern
  • Konsequenzen für die demokratische Ordnung in den USA und Europa
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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