Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitspolitik: Streik im Berliner Gesundheitswesen
Berlin () – Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für Dienstag zu einem Branchenstreiktag im Gesundheitswesen aufgerufen.
Grund dafür sei das fehlende Angebot der Arbeitgeber bei den Länder-Tarifverhandlungen, teilte Verdi am Donnerstag mit. Beschäftigte aus 22 Universitätskliniken bundesweit sollen in den Warnstreik treten, wobei der Ausstand an den meisten Standorten auch am Mittwoch fortgesetzt werde. Bereits am Montag sind Warnstreiks in den Zentren für Psychiatrie in Baden-Württemberg geplant. Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler erklärte, dass an den betroffenen Kliniken mit deutlichen Einschränkungen zu rechnen sei, jedoch für eine Notfallversorgung gesorgt werde.
Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte in der zweiten Tarifverhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder laut der Gewerkschaft am 15. und 16. Januar kein verbindliches Angebot vorgelegt. Verdi fordert Gehaltserhöhungen von sieben Prozent, mindestens 300 Euro monatlich. Nachwuchskräfte sollen 200 Euro mehr erhalten und nach erfolgreicher Ausbildung unbefristet übernommen werden. Die Zuschläge für Arbeit zu ungünstigen Zeiten sollen um 20 Prozentpunkte erhöht werden. Zudem erwartet die Gewerkschaft, dass die Schicht- und Wechselschichtzulagen auf das Niveau des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) angehoben werden. Die TdL wies diese Forderungen zurück.
Bühler sagte, dass die Beschäftigten der Unikliniken verärgert seien, da sie schlechter gestellt würden als ihre Kollegen an kommunalen Krankenhäusern. Sie sagte, dass attraktive Arbeitsbedingungen nötig seien, um qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu halten. In den Unikliniken und Psychiatrien gebe es eine hohe Bereitschaft, sich für die eigenen Belange einzusetzen. Die Krankenhausbeschäftigten würden in den kommenden Tagen zeigen, dass sie kampfbereit seien.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Medizinisches Personal in einem Krankenhaus (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Verdi ruft zu einem Branchenstreiktag im Gesundheitswesen auf.
- Beschäftigte aus 22 Universitätskliniken sollen am Dienstag in den Warnstreik treten.
- Forderungen umfassen Gehaltserhöhungen und bessere Arbeitsbedingungen; TdL hat bisher kein Angebot vorgelegt.
Warum ist das wichtig?
- Wichtige Forderungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen
- Notwendigkeit, qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu halten
- Eindringen von Unzufriedenheit und Kampfbereitschaft in der Branche
Wer ist betroffen?
- Beschäftigte aus 22 Universitätskliniken bundesweit
- Mitarbeiter der Zentren für Psychiatrie in Baden-Württemberg
- Krankenhausbeschäftigte im Allgemeinen
Zahlen/Fakten?
- 22 Universitätskliniken bundesweit betroffen
- Verdi fordert Gehaltserhöhungen von 7%, mindestens 300 Euro monatlich
- Zuschläge für Arbeit zu ungünstigen Zeiten sollen um 20 Prozentpunkte erhöht werden
Wie geht’s weiter?
- Warnstreik in 22 Universitätskliniken am Dienstag, Fortsetzung am Mittwoch
- Warnstreiks in Psychiatriezentren in Baden-Württemberg am Montag
- Beschäftigte zeigen Bereitschaft zur aktiven Auseinandersetzung für bessere Arbeitsbedingungen
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